Archiv für April 2007

Reclaim!

Gesehen und dokumentiert schon vor einiger Zeit in einem Hauseingang in der Flughafenstraße:

pity

(Der kleine, schwarze Krickel oben rechts entpuppt sich übrigens bei näherem Hinsehen als ein säuberlich mit Sprühschablone aufgetragenes „Reclaim your City!“)

Zwischen den Zeiten


Dieses 20er-Jahre-Expeditions-Abenteuer von mir ist kürzlich im Band Geheimnisvolles Marokko erschienen, dessen inhalt natürlich durchweg schamlos exotistisch ist … Außerdem enthalten: Marokko in den 20ern und ein weiteres Abenteuer von William Jones.

Rezension auf drosi

Things that should have been said on Buffy

OK, leute, neue Unterrubrik. Dann und wann überkommen mich inspirationen in Buffy-speak. Möglich, dass ich einige daovn versehentlich aus tatsächlich existierenden Buffy-Folgen geklaut habe …

Heute im Angebot: Buffy (after annoying some university teacher): „Uh. Sorry – wrong foot. Wrong foot. But I still have a right foot left, so maybe we could just try again?“

Klang lustig als es mir eingefallen ist.

Umgeben von Figuren für das neueste Alien-Derivat

Gestern in der U1 zwischen Kotti und Hallesches Tor war mal wieder unsere zuständiger Alkoholiker vom Block an Bord: Ein grauhaariger, eigentlich recht ordentlich frisierter Herr um die fünfzig mit hängenden Augenlidern und hängender Unterlippe, den ich bisher immer nur tiefe, unartikulierte Laute habe ausstoßen hören. Ab und zu reißt er den Mund weit auf und zeigt seine Zunge. Diesmal hatte er sogar eine Flasche Sekt dabei.

Und auf irgendwelchen verschlungene, magisch-realistischen Wegen führte seine Anwesenheit dazu, dass die im Wagen anwesenden plötzlich alle zu Figuren wurden, zu Menschen, über die man nicht nur Bücher oder Filme machen könnte, sondern sogar interessante, aufregenden, dramatische … Ein Typ anfang zwanzig, mit einem schnörkeligen Tattoo in der Halsbeuge und dem Ansatz zum Oberlippenbart, Tarnmusterjacke und blaues Basecap, den ich lieber nicht schief ansehe, vielleicht ist er ja in einer Gang. Jedenfalls ist er definitiv genervt von dem Laller gegenüber. Ein junges paar, wahrscheinlich frisch von der Uni, er mit dunklem, kurzen Lockenschnitt und geschmackvollem Wollpulli, sie mit langem bloden Haar im Pferdeschwanz, die sich der Gegenwart des Alkis offenbar unwohl bewusst sind, sich aber nichts anmerken lassen wollen. Eine Frau mitte fünfzig in viel zu dicker Jacke für das Wetter, rotgefärbte, leicht ausgebleichte Haare, die, ganz, wie man es von solchen Leuten erwartet, stur gerade ausblickt.

Wir sollten alle steckenbleiben (am besten müsste die U-Bahn dafür unterirdisch fahren). Niemand kommt, um uns zu retten, und dann sehen einige von uns plötzlich Wesen vor den Fenstern, undeutliche, die so schnell verschwunden sind, dass sie auch ein Flackern der Innenbeleuchtung hätten sein können, bis etwas langsam und geduldig übers Dach kratzt …
Dann würden die Dinger jemanden schnappen, der Psychoterror unter uns Insassen ginge los, das eigentliche Grauen wie immer das überspannte menschliche Gemüt. Alkoholiker würden sich als Hüter geheimen Wissens entpuppen, Gangmitglieder als schutzbedürftig, Alte Frauen als hammerharte Monsterkiller. Und ich würde natürlich zu den wenigen unwahrscheinlichen Überlebenden gehören …

Ach ja, nie passiert mal was interessantes.

Hat auch seine Vorzüge, wenn ich’s mir überlege.

I‘m scheming and sleazy!

Wieder mal einen „Which (Fernsehserie) character are you?“-Test gemacht:


What Farscape Character are you?

Guter neuer Lesestoff für die von der englischsprachigen Seite der Macht

Auf infinityplus sind zwei neue Reviews von mir erschienen: Tricia Sullivans Double Vision und Justina Robsons Keeping it Real. Wer sich bisher von Robsons doch recht komplizierten SF-Konzepten hat abschrecken lassen, kann’s mit letzterem durchaus mal probieren (erscheint übrigens im September auch auf deutsch).