Die letzten paar Tage habe ich in völliger Glückseligkeit im Schoße von Mother London verbracht. Da ihr sicher nicht all meine Tagebucherlebnisse hören wollt, nur die Kurzzusammenfassung unterhaltsamer Eckpunkte:
- Zu Gast bei Judith und John Clute. Lange nicht mehr so gut gegessen, und lange kein so wunderbar krummschiefes, büchervollgepacktes kleines Haus von innen gesehen. Gelegen mitten in Camden Town, wo man abends von der Dachterasse fröhlich-nächtliches treiben und manchmal auch weniger fröhliche Schlägerein beobachten kann. Dazu ein Ausflug in Johns Bücherkeller, eine der beeindruckendsten Sammlung von SF- und Fantasy-Erstausgaben, die überhaupt existiert.
- Zu Gast bei Julia, was mindestens ebenso angenehm war und bei der ich sogar meiner abendlichen Gewohnheit nachgehen konnte, Angel zu gucken.
- Fette Panzer im Imperial War Museum. Wie könnte es anders sein: die analen deutschen waren mal wieder am verliebtesten in ihre Technik und haben die anerkanntermaßen besten Tötungsmaschinen gebaut.
- Fette Bücheregale und Sofas im Freud-Museum, in dem Haus, wo der gute alte Bart sein letztes Lebensjahr verbrachte. sehr sympathisches kleines Unterfangen, das Ding.
- Karl Marx‘ Grab, mit einem riesigen Kopf auf einem riesigeren Steinblock, sieht ein wenig nach Zardoz aus. Viel sehenswerter der zugewucherte Innenbereich des Highgate Cemetery, ein kleiner Urwald, wo manche Grabsteine komplett Efeuverpackt sind.
Soviel spontan, vielleicht kommt später noch was nach, wenn die Eindrücke sich gesetzt haben …
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