Archiv für November 2008

Fernsehen auf die Ohren

Gerade beim Konzert von TV on the Radio war’s sehr genial. Was soll man dazu noch mehr sagen? Vielleicht, was die so für Musik machen? Na, Musik halt. Ohne Bremsen. Damit ist nicht gemeint, dass sie irgendeinem rockigen Tempofetisch nachhetzen, sondern dass sie rockig sind, wenn das Material nach Rock schreit, groovig, wenn es an der entsprechenden Stelle juckt und die meiste Zeit sowieso ganz anders. Nicht ohne Ironie, aber ganz im Ernst. Und dazu tanzt der Mittelmann wie ein geschmeidiger Presslufthammer mit Brille, das ist doch mal originell und sieht richtig gut aus!
Besonders klasse fand ich die Lieder von dem einzigen Album, das ich bis eben hatte, dessen Name mir gerade entfallen ist, und die vielleicht (oder vielleicht auch nicht) Zeilen wie „when the moon is round and full“ und Worte wie „whirlwind“ enthalten. Nur, dass der Rest eigentlich noch besser war.
Ein bisschen Leid tats mir für die Vorband, die ordentlichen Rock gemacht haben. Ihren Namen hab‘ ich trotzdem schon wieder vergessen.

ad hominem

Weh ach, es ist mir nicht gegeben, diszipliniert zu disputieren! Am Anfang ist eitle Gewissheit des besseren Arguments (meinerseits), im Mittelteil folgt eifrige Überzeugungsarbeit ungewissen Ausgangs, und am Ende nurmehr verebbender Eifer, denn all unser Streben ist eitel (insbesondere das, andere so klug zu machen, wie man selbst sich wähnt)!
Und so erhebt wieder und wieder die Frage ihr graus‘ Haupt: „Warum kapiert der das nicht, verkackfickdreckt noch mal?“, und so begibt sich unser Held (der niemand größerer ist als ich) auf den dunklen Kontinent der Psychologisierung und stürzt ins Herz der diskursiven Finsternis. Dort rollt er sich in geistig‘ Fieberkrämpfen und fragt: „Ist’s dein Hass auf einstige Mentoren, der dich an diesen Punkt getrieben? Willst du die Brücken brechen (sieben müssen’s sein)? Erträgst du’s nicht, dass deine einst‘ge GUT der Fliege Flug nicht zu berechnen mag? Musst du sie drum mit Haut und Haar ersäufen (die GUT jetzt, nicht die Fliege)?“ Das Fieber steigt in Kopf und Glieder, und bald reißt unser Held sich die Kleider vom Leib, spitzt den Speer und tanzt zu den Trommeln des Urtriebs: „Deine Mutter war’s, dein Vater, die es mit irgendwas übertrieben, oder es gar unterließen! Das Spiegelstadium hat dir übel mitgespielt! Bei deinem Objektbezug kam das Subjekt nicht zum Zug!“
Und während ich mir noch mit Blut die Zeichen ins Gesicht male, triumphiert der Gegner schon: „ad hominem, du hast verlor‘n!“ und da steh ich nun peinlich berührt in meiner Fellunterwäsche. Doch frag ich mich, wie soll ich mich nicht fragen: aus welchen unbewussten Quellen springt die Renitenz? Die Freud-Lektüre kommt da wohl zum Tragen.
Was aber nicht heißt, dass ich nicht Recht habe!

Selbst die ganz kleinen …

… werden schon mit Zensur belästigt! Glücklicherweise erlaubt uns unsere schmutzige Fantasie, die Lücken zu füllen. Nachzulesen und anzuschauen bei paule.

Deadline #12 erschienen

Die 12. Ausgabe des Deadline-Magazins ist ab Morgen erhältlich. Von mir diesmal eine Kritik zu QUARANTÄNE und ein paar kurze Spekulationen zu der Frage, wie wohl der neue TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND wird.

Der urteilende Blick

Um den Otherlander zu zitieren: Huuah!
Januar 2009.

George R.R. Martin …

freut sich über Obama.

Noch viel mehr freue ich mich über diese Meldung!

Eigentlich …

… gehört gewisser Privatkram nicht auf blogs, deshalb ist er jetzt auch wieder weg (sorry an die freundlichen Kommentatoren, die jetzt mit in den Orkus gewandert sind)!

Sie findet statt!

„Saving the World a Lot.“ Die erstaunliche Buffy-Konferenz am 29.11. in Berlin will langsam angekündigt werden. Mit den üblichen Verdächtigen. Leider ohne mich und Jasper als Referenten. Sagen wir, die diplomatischen Bemühungen sind gescheitert, gewisse Differenzen in den jeweiligen Glaubensbekenntnissen ließen sich fast, aber nicht ganz überbrücken. Neugierig bin ich trotzdem, und auch ein bisschen erleichtert, kann ich so doch weitgehend als Konsument auftreten und bin nicht der Pflicht ausgesetzt, zusammenhängende, vortragsreife Gedanken zu formulieren.

So, mein lieber Präsident …

… eigentlich bist du mir ja auch ganz sympathisch. Du weißt aber schon, dass jetzt eh keiner zufrieden sein wird, wenn du nicht innerhalb von ein paar Monaten für Weltfrieden, allseitigen Wohlstand und kleine, rehkitzförmige rosa Wölkchen am Himmel sorgst, oder?

Filme meiner Kindheit …

Wahrhaft wunderbare Wunderwerk weiß Youtube uns zu kredenzen! Diesen Zusammenschnitt zweier ganz, ganz großer 80er-Filme hat die Welt gebraucht!