Watchmen im Dschungel

In der jungle world ist ein Artikel von mir zu Watchmen erschienen, zu lesen

… hier.

Leider ist der Artikel redaktionell in einer Art und Weise gekürzt und teilweise auch geändert worden, die mir nicht gefällt: Der wichtigste Argumentationsstrang wurde beseitigt, und das Ergebnis liest sich in meinen Augen nur noch wie dröge Klugscheißerei über die Kulturindustrie. Da ich keine Gelegenheit hatte, meinen Namen zurückzuziehen, poste ich hier die Vollversion, dann können Interessierte ja selbst entscheiden, was ihnen besser gefällt.

Streicheleinheiten für den inneren Nazi
Alan Moores und Dave Gibbons’ Comic Watchmen gibt den Faschismus der Lächerlichkeit preis. Zack Snyders zynische Verfilmung macht eine Lightshow draus. Von Jakob Schmidt

Ex-Monty-Python Terry Gilliam bemerkte einmal, dass es unmöglich wäre, Watchmen zu verfilmen, es sei denn, man würde ihn dreieinhalb Stunden lang machen. Zack Snyders Watchmen-Verfilmung ist immerhin 164 Minuten lang. Gelungen ist sie deshalb noch lange nicht.
Bei seinem Erscheinen im Jahre 1985 hat der legendäre Comicroman von Alan Moore und Dave Gibbons das Superheldengenre auf den Kopf gestellt – heute ist das nicht mehr nötig, die dreißigfache postmoderne ironische Brechung ist schließlich längst schon fester Bestandteil des Genres selbst. Watchmen (der Comic) ist nur deshalb auch heute noch gut, weil er sich nicht auf diesen Gimmick verlässt. Ein Teil von dieser Größe färbt auf die Filmversion ab, vor allem, weil diese sich in Sachen Dialoge und Bilder ziemlich dicht an die Vorlage hält.
Ziemlich deutlich kommt im Film rüber, dass Watchmen ein Kind der desillusionierten 80er und ein Abgesang auf den amerikanischen Traum ist. Zu den Hauptfiguren gehört der »Comedian«, ein maskierter Vigilant, der sich selbst zur miesen Parodie Amerikas erklärt. Dieses reaktionäre Arschloch mordet und vergewaltigt – gern auch mal im Auftrag der Regierung und unter anderem in Vietnam – nach Lust und Laune. Das kaputte Amerika, das der atomaren Apokalypse entgegensieht, kriegt Snyder in seiner Filmfassung bestens adaptiert. Klar, Fucked Up America ist auch einfach – eine gehörige Portion Zynismus, ein bisschen Punk, ein bisschen Melancholie und zur Untermalung ein paar Songs, die auf die richtigen Knöpfe drücken. Genau so funktioniert auch die rundum gelungene Titelsequenz des Films, die zu den Klängen von Bob Dylans »The Times They Are A-Changin’« gerafft vom Aufstieg und Niedergang des maskierten Heldentums im Amerika der 30er bis 80er erzählt.
Nicht nur in dieser Eingangscollage wird die Superhelden-Kostümparade ganz angemessen als spießig-verklemmte Rebellion dargestellt. So nörgelt man im Internet schon jetzt über die peinliche Sexszene zwischen Nite Owl und Silk Spectre, dabei handelt es sich um einen der wahrhaftigsten Momente, die der Film zu bieten hat. Natürlich ist es peinlich, wenn Ultranormalos sich Fetischkostüme anziehen, Verbrecher jagen und dabei so richtig geil werden. Das hat man auch bei der Verfilmung durchaus kapiert.
Doch beim schwierigsten und wichtigsten Aspekt der Geschichte versagt Regisseur Snyder erwartungsgemäß. Denn der Comedian ist vielleicht das dreckigste Schwein in Watchmen, keinesfalls aber das größte. Diese Rolle bleibt seinem ehemaligen Mitstreiter Ozymandias vorbehalten, der unter seinem bürgerlichen Namen Adrian Veidt zum Multimilliardär aufgestiegen ist. Sonnyboy Veidt wünscht sich nichts mehr als den Weltfrieden, und um ihn herbeizuführen, braucht es lediglich eine Riesenlüge und einen Massenmord … Moore und Gibbons machen in ihrem Comic keinen Hehl daraus dass Veidt ein wohlgesinnter Faschist ist, ein Verbrecher, der die schlimmsten Eigenschaften des Visionärs und des Realisten auf sich vereint. Er ist zugleich pragmatischer Modernisierer und begeisterter Fan der Antike, der natürliche Star eines jeden Leni-Riefenstahl-Films. Die Autoren gehen verdammt sicher, dass die Leser Veidt auch wirklich als Faschisten erkennen: »Krystallnacht« heißt beispielsweise ein Bandname, der ganz zufällig über dem von Veidt angerichteten blutigen Massaker in New York prangt. Im Comic ist diese Referenz auf den Holocaust legitim – der Massenmord wird in einer so dissonanten Mischung aus grellblutiger Gewalt und nüchternem Entsetzen zu Papier gebracht, dass ihm tatsächlich ein Moment des Unbegreiflichen innewohnt. Er ist ein schlechter Witz ohne Pointe.
Gleichzeitig haftet schon dem Comic eine gewisse Lust am Spektakel des Faschismus an. Der geistige und körperliche Übermensch Veidt in seinem Modern-Antiken Utopia zieht unweigerlich auch Bewunderung auf sich, seine Vision erhält einen Hauch Legitimität. Sind ein paar Millionen Menschenleben nicht ein kleines Opfer für den Weltfrieden? Watchmen lässt die Attraktivität des Faschismus im Raum stehen, direkt neben seiner Absurdität und Widerwärtigkeit. Angesichts dieser Gegenüberstellung erkennt jeder zurechnungsfähige Leser schnell, dass Veidts hypercharismatische Maskerade ebenso lächerlich (wenn auch nicht so harmlos) ist wie die Verklemmungen von Nite Owl und Silk Spectre. Wenn man sich schon in den eigenen inneren Nazi einfühlen will, dann bitte so: Indem man ihn der Lächerlichkeit preisgibt. Das tut auch beim fünften oder zehnten Lesen immer noch richtig weh, und das muss es auch.
Zack Snyder möchte seinem inneren Nazi aber offenbar nicht gerne wehtun. Wen wundert’s, hat er ihn doch schon in seiner vorangegangenen Männerfantasie 300 an lockerer Leine geführt. Und deshalb fummelt er am Ende rum. Obwohl bis dahin alles andere als zimperlich, was Blut und Eingeweide angeht, ersetzt er Veidts dreckiges Massaker durch eine saubere, weißblaue Energieentladung. Veidts Opfer an den Fortschritt werden nicht abgeschlachtet, sie werden regelrecht entrückt, und mit ihnen verpufft die verstörende Wirkung, die Gibbons mit seinen Comicbildern erzeugte. So gesehen ist es wahrscheinlich ein Glücksfall, dass Matthew Goode, der den Veidt gibt, als einziger Hauptdarsteller eine Fehlbesetzung ist und nicht mehr Charisma hat als ein dahergelaufener Bond-Schurke aus der Pierce-Brosnan-Generation – andernfalls wäre der Film glatt zum Massenmord-Werbespot geraten.
Zu allem Überfluss garniert Snyder die Schlusssequenzen, bei denen in der Comicvorlage benommene Eiseskälte herrscht, mit melodramatischem Getöse. Sogar ein lautes »Neeeeiiiiin!« wird dort geschrieen, wo es nun wirklich nicht hingehört. Veidt darf am Ende noch ein wenig menscheln, indem er sich, ganz der Märtyrer, ohne Gegenwehr den wütenden Schlägen Dan Dreibergs ausliefert. Um zu sehen, das all das gelogen ist, muss man nicht mal den Comic kennen. Man weiß auch so, dass Dan kein Typ ist, der angesichts maßloser Verbrechen in maßlose Wut ausbricht, sondern jemand, der sich arrangiert. Man weiß auch so, dass der selbstherrliche Veidt nicht stillhalten würde.
Die Kritik der beinharten Comic-Fans liegt deshalb in gewisser Weise richtig, wenn sie sich an vermeintlichen Oberflächlichkeiten und Kleinigkeiten abarbeitet: das veränderte Ende bricht dem Film tatsächlich das Genick, nicht, weil es anders ist als im Comic, sondern weil es eine zynische Bereinigung des Massenmords von seinem absurd hässlichen Gesicht darstellt. Und selbst der Umstand, dass Snyder die im Original recht bodenständigen Kampfsequenzen mit Kung-Fu-Akrobatik aufgematrixt hat, läuft den Figuren völlig zuwider und zeigt, dass der Regisseur für Übermenschen doch mehr übrig hat als für Menschen.
Was soll’s. Letztlich will die Watchmen-Verfilmung das, was Superheldenfilme für gewöhnlich eben wollen: beeindrucken. Snyders Interesse gilt dem Spektakelwert des Faschismus und nicht der Erzeugung von Unbehagen am Spektakel. Alan Moore hat seinen Namen von bislang allen Filmadaption seiner Comics zurückgezogen, und er hat auch diesmal gut daran getan.


14 Antworten auf “Watchmen im Dschungel”


  1. 1 molosovsky 08. März 2009 um 16:05 Uhr

    Schönen Tag Jakob.
    Danke für den Link bei mir hierher zu Deinem Artikel über den »Watchmen«-Film.
    Ich kann gut verstehen, dass Du mit dem Eindruck, den der Film bei Dir hinterlassen hast, auf Kreuzzug gehst. Deine Lesart hat viel für sich und ich kann/will gar nicht widersprechen.
    Zwar schreibe ich einerseits, dass ich (in einem Kommentar bei mir) die Verfilmung ›in weiten Teilen‹ gelungen finde, aber ich lasse andererseits im Haupteintrag zum Film (ich hoffe doch deutlich genug) eine gewisse Resignation und Genervtheit anklingen. Schließlich meine Sternchenwertung: co ca. 7 von 10. Bei einem so überragenden Werk wie »Watchmen« (das Comic hat so ca. 18 von 10 Sternchen) ist das für die Kinoversion schon bitter. Ich denke ja nicht, dass die längere Version sich noch zu einer 10 aufschwingen kann, ja wahrscheinlich nicht mal bis zu einer 9.

    Wahrscheinlich bin ich gegenüber dem arg abgewandelten Ende deshalb nicht so gart ins Gericht gegangen, weil ich vor den Änderungen/Verflachungen bereits fürhzeitig ›gewarnt‹ wurde. Keineswegs bin ich mit dem Ende zufrieden Nur hatte ich nach einem 13-Stunden-Arbeitstag am Ende eines fast 3-Stunden Films nicht mehr den Drall, mich groß aufzuregen. Wiegesagt: ich bin froh, die Kinoversion hinter mir zu haben.
    Grüße
    Alex / molo

  2. 2 Administrator 08. März 2009 um 16:09 Uhr

    Ja, verstehe ich gut, normalerweise bring ich ja auch wenig Aufreg-Energie auf. Nur bei den heiligen Watchmen war ich dann doch ernstlich verärgert, und dann noch gewisse Begleitumstände, die zu meiner schlechten Laune beigetragen haben …

  3. 3 molosovsky 08. März 2009 um 16:18 Uhr

    Deswegen bist Du ja auch ein Journalist und ich nur ein Blogger. Ich hab schlicht schon nicht den Nerv, all diese schon x-fach durchgekauten Dinge zu wiederholen, die man wiederholen muss, will man über »Watchmen« berichten. — Dass eine Verfilmung von »Watchmen« für jene, die dieses Comic hoch schätzen, nix außer Enttäuschungen in unterschiedlichen Härtegraden zu bieten hat, liegt für mich auf der Hand. Markanterweise fanden (meiner Beobachtung nach) bisher auch nur solche Leute den Film doll, denen das Comic selber zu ›kalt‹, verkopft, zynisch und bitter war, oder die sich eben positiv mit solchen Psychos wie Ozzy oder Rorschach identifiziert haben. Ich halte mich für einen Doc M. und Dan Dreiberg-Fan und kann als solcher nur mit entsprechender Distanz und Schlappheit reagieren.
    Ach ja, und wegen schlechter Laune: die habe ich schon, seit klar wurde, dass »Watchmen« als Kinofilm und nicht als Miniserie verfilmt wird. Da das schon einige Jahre her ist, habe ich mich wohl mittlerweile an meine schlechte Laune gewöhnt.

  4. 4 Administrator 08. März 2009 um 16:32 Uhr

    Naja, wenn Journalist sein heißt, dass man dafür bezahlt wird, bin ich keiner …
    Jedenfalls hatte ich schon wieder fast geglaubt, dass der Film mir gefallen könnte. Und das hat er Absurderweise ja auch über weite Strecken. Um so schlimmer war dann der Absturz am Ende – klar wusste ich schon vorher, dass das geändert worden war, aber an sich wäre das ja noch kein Problem. Nur eben das „wie“!
    In Zukunft werde ich mich auch wieder mehr in präventiver Enttäuschung üben und mich dann insgeheim an der vagen Chance auf positive Überraschungen erfreuen.

  5. 5 tkl 08. März 2009 um 17:57 Uhr

    Dass eine Verfilmung von »Watchmen« für jene, die dieses Comic hoch schätzen, nix außer Enttäuschungen in unterschiedlichen Härtegraden zu bieten hat, liegt für mich auf der Hand.

    Da die Diskussion von der Molochronik hier herüber schlenkert, will ich kurz aus statistischen Gründen die Hand heben: ich schätze den Comic hoch, mir hat der Film mehr als nur Enttäuschungen bereitet. Wobei ich die hier vorgetragene Lesart gut nachvollziehen kann – man kann Snyders „Watchmen“ als Opfer-müssen-gebracht-werden-Propaganda für mörderische Weltneuordnungsversuche deuten.

    Ich würde da aber zweierlei einwenden. Erstens geht es filmlang kritisch um die zunehmende Entrücktheit von Dr. Manhattan. Die sehr entrückte Massenmordschilderung spiegelt also zunächst einmal Manhattans Wahrnehmung des eigenen Handelns. Man kann das nicht ausschließlich als filmische Befürwortung dieser Position ausdeuten.

    Zweitens bezieht sich Snyder hier auf ein altes Motiv der SF (und Hochkultur), auf die reinigende, einigende, selbstverschuldete Großkatastrophe. Gewiss, man kann sagen, er arbeite das skrupellos naiv nur noch mal ab. Aber im Kontext dieser Dekonstruktion popkultureller Heilsfiguren – Vigilanten & Superhelden – mag ich Snyder doch zugute halten, er stelle die Frage, wie lange in dieser kaputten und korrumpierbaren Welt, die er uns zuvor gezeigt hat, ein Ground-Zero-Friede wohl halten würde.

    Eine der Sprengladungen am Friedensgebälk zeigt er uns sogar, Rorschachs Tagebuch. Das zynische Ende in der Zeitungsredaktion, in einer Medienwelt, die sich von der Krankheit der realen Welt nährt, sollte man dann doch nicht einfach unterschlagen.

  6. 6 Administrator 08. März 2009 um 18:33 Uhr

    Na schön, will man die „reinigende Großkatastrophe“ als Motivzitat sehen, dann hat das Ganze vielleicht wieder ein Berechtigung und der Film transponiert wirklich den Gedanken des Comics einfach auf ein anderes Bild. Irgendwie gelingt es mir aber nicht so recht, den Film so zu sehen, mir kommt das nicht wie ein kritisch entfremdetes Zitat vor, sondern wie eine reine Reproduktion. Aber das kann durchaus daran liegen, dass mir das Motiv der „reinigenden Katastrophe“ so verhasst ist, dass ich rot sehe, wo auch immer es auftaucht …

  7. 7 molosovsky 08. März 2009 um 19:46 Uhr

    {Vorsicht: SPOILER}

    Wie gesagt: die schlimme Änderung des Endes habe ich schon vor Filmsehen mitbekommen, deshalb war ich schon auf Enttäuschung einstellt. — Wie schön war das Ende vom Comic: Ozzy bastelt reinigende Katastrophe mittels vorgegaukelter Außerirdischer (die Ganz Andere Bedrohung) und telepathisch induzierter Verängstigung & Einschüchterung. — Im Film aber: Doc M.s Signal wird kopiert und somit ein GOtt vorgetäuscht, zugleich den Großmächten die großen Wummen (Atomsprengköpfe) weggenommen. — Ich werde das Gefühl nicht los, das das Filmende sich für die Vorstellung bzw. machiavellische ›White Lie‹ eines (über)wachenden und eventuell strafenden GOttes einsetzt. Was ich einfach grotesk finde.

    Jakobs bester Einwand gegen den Film ist die klinische saubere Lebensvernichtung im Film. Im Comic bilden die ganzseitigen, ruhigen Bilder einer Landschaften aus Tentakeln, zerstörten Häusern und dem Ensemble der toten Nebenfiguren ein eindrückliches Bild des Verlustes. Im Film aber nix davon zu spüren, außer, dass wohl ein Abrisskommando in New York gewütet hat.

  8. 8 Jasper 09. März 2009 um 11:06 Uhr

    Ich unterstütze (ohne den Film gesehen zu haben), dass mir die Verscheibung von seitenweise grauenhaftester fleischlicher Vernichtung zu klinischem Wegblitzen als ganz entscheidender Eingriff erscheint, der allein schon einen großen Teil der Wucht von „Watchmen“ wegbricht. Da hat der Jakob schon recht. Bin gespannt, wie ich´s nach dem Kinobesuch sehe.

  9. 9 Administrator 11. März 2009 um 20:50 Uhr

    Guter Review übrigens hier:

    http://aintitcool.com/node/40388

  10. 10 paule 22. März 2009 um 14:26 Uhr

    Ist das Fazit unter der Fassung für die Deadline eigentlich auch noch von Dir? »Knapp vorbei, aber trotzdem sehenswert«

  11. 11 Administrator 22. März 2009 um 14:49 Uhr

    Doch, Fazit kommt von mir – in Deadline bin ich dann doch wieder wohlwollender am Schau- und Unterhaltungswert orientiert, und da hat der Film ja durchaus einiges zu bieten. Sogar so viel, dass ich ihn vorgestern ein zweites Mal gesehen hab. Wobei ich mich aber in meinem Urteil bestätigt gefühlt habe: Mir ist echt unklar, warum der Mörderkrake als zu alberin für den Film empfunden wurde. Ich finde für meinen Teil, dass Dan Dreiberg mit erhobenen Fäusten im Schnee knieend „Neeeeeiiiiiiiend“ sehr viel mehr unfreiwillige Komik birgt. Ganz zu schweigen von dem ultrapeinlichen Moment, wenn „Dona Nobis Pacem“ erklingt …

  12. 12 paule 22. März 2009 um 16:40 Uhr

    Ich hatte ein vorwiegend jugendliches Publikum um mich herum sitzen, dass an den undenkbarsten Stellen Komik zu vermuten schien. Die hätten Deine sehr richtige Bemerkung über das angemessene Tempo (bzw. die Länge des Films) übrigens auch nicht unterschrieben. Geschätzte 45 Minuten vor Ende des Films: »Wie lange dauert die Scheiße noch?! Lass ma gehen endlich.« – und das nicht nur aus einer Ecke.

    Das hat mich dann dazu verleitet, den Film doch irgendwie zu mögen, und mich gefragt, ob der Faschismus – zumindest beim dörflichen Publikum hier – doch schwerer zu ertragen ist, als Du behauptet hast. ;)

    … aber was ich eigentlich sagen wollte: Gute Kritik – hab sie gerne gelesen.

  1. 1 comme il faut » Watchmen - Der Film Pingback am 07. März 2009 um 13:59 Uhr
  2. 2 comme il faut » Watchmen - Der Film Pingback am 06. Juni 2009 um 0:37 Uhr
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