Archiv für Februar 2010

Schlotzen&Kloben am 4. März

Kommenden Donnerstag gibt es wieder Schlotzen&Kloben in der Tristeza. Von meiner Seite werden fahrende Festungen und maulige MitbewohnerInnen geboten.

kloben4_03

Jaspers Heftchenexperimente

Da Jasper aus unserem Autorenkombinat uns produktivitätstechnisch immer hoffnungslos voraus ist, hat er nun mal einen ordentlichen Satz seiner jüngsten Stories in einem großformatigen Heftchen zusammengefasst, das man sich bei Lulu entweder für Geld bestellen oder gratis runterladen kann. Ich kann diese Geschichten voller Gewalt, Unzucht, Drogen und anderer humanistischer Werte nur nachdrücklich empfehlen – am besten werft ihr selbst einen Blick rein über Jaspers Blog.

Hass fördern

In der aktuellen 6. Ausgabe des HATE-Magazins findet ihr meine kurze Kurzgeschichte „Frühzeitige Förderung“, die ich im Dezember bei Schlotzen&Kloben gelesen habe. Das auch ansonsten sehr stylische und angenehm widerwärtige Magazin könnt ihr entweder an den auf der oben verlinkten Website angegebenen Auslageorten finden – oder, ich glaube von dieser Option gelesen zu haben, kann sie aber derzeit nicht verifizieren – sie direkt bei den HerausgeberInnen für 5 Euro bestellen.

Über Torchwood

… sinniere ich natürlich auf Englisch, auf meinem anderen blog.

The Last Lovecraft

Wieder was schönes aus der Blogosphäre:

„The Last Lovecraft – Relic of Cthulhu“ bei Weltenschieber

The Lineup! The Fuckin‘ Lineup!!!

Seit ein paar Jahren denke ich ja immer mal wieder: irgendwann bewerbe ich mich beim Clarion Workshop. Sechs Wochen in San Diego kreatives Schreiben mit Betreuung durch einige der herausragendsten lebenden SF- und Fantasy-AutorInnen. Einzige Hürde: Short Stories zur Bewerbung müssen auf Englisch eingereicht werden. Ach ja, Hürde 2: Es werden jedes Mal nur um die 20 TeilnehmerInnen zugelassen. Stimmt ja, da war noch Hürde drei: Der Spaß kostet gut 4000$ (ohne Flug).

ABER 2010:
Samuel R Delany, George R.R. Martin und Jeff und Ann VanderMeer …

Das Gemeine: Die unterrichtenden Megastars wechseln jedes Jahr. D.h. die kommen so, in der Kombi, nicht wieder zusammen!

Eigentlich sollte ich mich dieses Jahr bewerben (Ach ja, Hürde 4: Bis zum 1. März …). Weil ich sonst nie sicher wissen werde, ob ich die Gelegenheit gehabt hätte, teilzunehmen.

Botdiskriminierung

Ich will keine Bots als Benutzer. Leider diskriminieren meine berechtigen Bot-Diskriminierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Bot-Schwemme Nicht-Bots gleich mit, kurz: Man kann sich auf meinem Blog nicht mehr als Benutzer anmelden. Das Schöne: Wenn ihr liebe, böse, geistreiche Kommentare schreibt, kann ich die immer noch manuell freischalten und euch sogar Aufenthaltsstatus (oder so) gewähren. Zumindest, wenn ich das hier richtig verstanden habe.

Ironie der Naturgeschichte

Hat doch auch was, wenn man mal im Arztwartezimmer sitzt und seine Lektüre vergessen hat: Liest man plötzlich ganz unvermutet den Spiegel. Z.B. einen Artikel darüber, dass es derzeit viel weniger Sonnenflecken gibt als es eigentlich geben sollte. Was eine neue Eiszeit ankündigen könnte. Was hieße, dass wir das mit der globalen Erwärmung gerade noch rechtzeitig geschafft haben, puh …
Jetzt müsste man nur noch dem Spiegel glauben, und alles wäre gut!

„Der Kinderdieb“ erschienen

BROM. Was ein Name. Und noch dazu kam der mir irgendwie bekannt vor, als ich gefragt wurde, ob ich nicht ein Buch von diesem BROM übersetzen will. Ein finsteres modernes Märchen auf Peter-Pan-Basis sollte das sein, mitsamt Drogen, Bandengewalt und Kindesmisshandlung. Und dann fiel mir auch noch ein: BROM, das ist doch dieser Illustrator, der unglaublich urst oberkrass geile Cover für Rollenspiele gemacht hat, zum Beispiel für D&D Dark Sun und das geradezu legendäre Titelbild der Harlekin-Kampagne für Shadowrun.
Ab morgen liegt der von mir übersetzte Roman nun in den Läden, und ich habe mich noch nie so sehr an einem von mir übersetzten Buch gefreut: Nicht nur wegen der tollen Gestaltung als farbig illustrierter Hardcover, sondern auch und vor allem wegen des Inhalts. BROM hat da nämlich nicht nur schön die Motive Peter Pan, keltische Mythologie und zeitgenössische Jugendbande verquickt, er baut auch einen fiesen Drei-Parteien-Konflikt, bei dem man es sich auf keiner Seite so richtig gemütlich machen kann. Hässliche Sache das, so hässlich, dass ich Skrupel habe, den „Kinderdieb“ als Jugendbuch zu verkaufen, so viel wird da gehasst, betrogen, gemordet und sinnlos gestorben.
Aber nein: Natürlich ist es genau deshalb ein gutes Jugendbuch und ein gutes Buch über die Jugend!

kinderdieb

Survival of the blog

Ich weiß, ich bin blogfaul. Weil ich nämlich immer schlotzen und kloben muss und deshalb keine Zeit für schnoddeln und bloggen habe. Dabei hätte ich so viel zu erzählen: Von Füchsen mit Plastiktüten überm Kopf und Krähen mit Döner im Schnabel, davon, warum Terry Gilliam zu seinen wunderschönen Bildern auch Geschichten erzählt und James Cameron nicht (obwohl alle das Gegenteil glauben), davon, dass ich ein Buch mit geklauten Worten nicht gelesen haben muss, um zu wissen, dass die Empörung über „Plagiate“ vor allem der Gestus des verkannten Genies ist …
… jetzt erzähle ich aber erstmal ganz kurz von den blöden Leuten, mit denen ich gestern aus der Pressevorführung von Romeros „Survival of the Dead“ kam und die ganz lautstark herauskrakeelen mussten, was für „ein ganz großer Scheiß“ und „nicht mal mehr lustiger Trash“ das gewesen sei. Nicht, weil der Film gut gewesen wäre (worüber ich noch nicht so richtig schreiben darf, weil das für das deadline-Magazin reserviert ist). Sondern weil diese Leute damit einen großen Haufen auf meine Trauer geschissen haben. Weil man in „Survival of the Dead“ nämlich alles mögliche findet, was Night, Dawn, Day und ein bisschen sogar Diary groß gemacht hat, das essayistische, das elegische, das drastische, das theatralische und das lustige, aber alles ist zäh und verkantet und unentschlossen. Und das ist ein Grund, wahnsinnig traurig zu sein, weil man da die ganze Zeit einen wirklich guten Romero vor sich sieht, nur dass er eben nicht gut ist, sondern schlecht.
Sorry, deadline, jetzt habe ich doch schon über den Film geschrieben. Aber das macht nichts, das wird noch ausführlicher für euch …