Gute Dinge

Nach all dem Gejammer der letzten Blogeinträge jetzt mal eine kleine Liste der Guten Dinge, die sich in den letzten zwei Wochen begeben haben:

Die taz hat Schlotzen & Kloben sehr hübsch beworben, und entsprechend gerammelt voll war der Laden dann auch am 1. April. Und komischerweise habe ich trotzdem oder deshalb noch nie so entspannt vorgelesen.

Ich habe mir die Komplettbox von Torchwood besorgt. Hach, Captain Jack Harkness …!

Das Coen-Brüder-Film-Emulator-Spielleiterloses-Rollenspiel Fiasco ist bei mir eingetroffen, wurde gelesen und für großartig und sehr zwischendurchtauglich befunden.

Ich habe den Ersten Band von K.J. Parkers Engineer-Trilogie gelesen und freue mich zum ersten Mal seit langem wieder, dass bei einem Buch noch zwei gut 600 Seiten dicke Bände folgen! Ganz große Semi-Fantasy, Menschen mit moderner Psychologie, die einander schreckliche Dinge antun, in einem völlig unmagischen, monsterfreien Pseudo-Mittelalter. Irgendwo zwischen HBOs THE WIRE und Martins SONG OF ICE AND FIRE.

Und dann habe ich noch Laird Barrons im Mai erscheinende zweite Storysammlung THE OCCULTATION vorab in die Finger gekriegt – ein Wahnsinnshorrorerzähler, ungeheuer verstörende Naturmotive (eine gruselig-pornographische Szene mit Wespenknäueln in „30″), Lovecraftianisches ohne abgeschmacktes Lovecraft-Inventar („The Forest“, „The Broadsword“), zerfallende, mit Drogen und Alkohol geflickte Menschenwesen („Strappado“, „The Lagerstätte“, „Mysterium Tremendum“), und sogar zwei recht lustige Geschichten über Satanismus („Catch Hell“ und „Six Six Six“).

Alles in allem also trotz allem allerlei erfreuliches!


4 Antworten auf “Gute Dinge”


  1. 1 Hannes 13. April 2010 um 12:48 Uhr

    Das war auch eine wirklich tolle Lesung von S&K am 1. April — alle drei Mann in Hochform! Und nach dem großartigen The Company und dem noch großartigeren Purple and Black hab‘ ich auch Lust auf noch mehr KJ Parker bekommen. Nur an der Zeit mangelt es eben „ein wenig“. An Barron’s erster Storysammlung laboriere ich noch etwas, aber schreiben kann der Mann schon, und erfreulich perverse Ideen hat er auch …

  2. 2 Administrator 13. April 2010 um 13:19 Uhr

    Barron ist auch so ein ambivalenter, noch was lovecraftianisches an ihm. Immer leicht bedroht davon, zu kippen, sodass das, was gruselig und verstörend an ihm ist, plötzlich etwas zu gewollt erscheint. Ich glaube, für den muss man schon in der richtigen Stimmung sein …
    Vielleicht muss man den mal Dietmar Dath in die Hand drücken, falls dessen Horror-Reihe bei Suhrkamp wieder erwarten überlebt und gedeiht. Bin ja ein bisschen verärgert über Suhrkamp, die auf ihrer Webseite nicht mal zugeben, dass selbige auch nur existiert.

  3. 3 Jasper 14. April 2010 um 14:47 Uhr

    Barron muss bei mir demnächst auch sein.

  4. 4 fortschritt 19. April 2010 um 22:20 Uhr

    Ja, Fiasco ist großartig!

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