Okkulte Gerätschaften

Mit viel Hilfe kluger Forenspezialisten ist es mir endlich gelungen, auf meiner alten Laptopmöhre nach ihrem Zusammenbruch unter der gesammelten Last wild wuchernder Windows-Updates Ubuntu zu installieren. Der letzte, drei Tage währende Schritt bestand darin, die WLAN-Karte zum Laufen zu bringen, damit ich ins Internet konnte. Die Lösung bestand schließlich in einer Geheimformel, die man mir auf elektronischem Weg zuraunte:

sudo cp Broadcom_Firmware.tar.gz /lib/firmware
cd /lib/firmware
sudo tar xvf /lib/firmware/Broadcom_Firmware.tar.gz
sudo rm Broadcom_Firmware.tar.gz
cd

Man muss sich da noch ein paar Ausrufezeichen zwischendurch und ein „Iäh! Iäh! Cthulhu Ftaghn!“ ans Ende denken, und dann wird einem klar, was Adorno mit der zweiten Natur meint und was das wiederum mit Lovecraft zu tun hat …


7 Antworten auf “Okkulte Gerätschaften”


  1. 1 Naut 07. Juni 2010 um 8:08 Uhr

    Hmm, muss das nicht

    sudo tar xvfz /lib/firmware/Broadcom_Firmware.tar.gz

    heißen?
    Und das finale cd ist natürlich auch nur Verzierung … ;)

  2. 2 Jasper 07. Juni 2010 um 10:50 Uhr

    Ich lass ja gerade bei Ubuntu immer alles die komfortablen Dummi-System-Funktionen machen…die Zeiten, wo man bei Linux die Konsole bedienen können MUSS sind ja vorbei. Hab ich ja nur drauf gewartet, dass ich meine Windows-Bräsigkeit einfach in die Linux-Welt portieren kann. Seit Ubuntu isses soweit! Naja, wenn man allerdings eine Hardwarekomponente hat, die selbst Ubtuntu nicht erkennt, dann muss man wohl, vor allem, wenn´s ums Internet geht. Aber jut, dass es geklappt hat!

  3. 3 Administrator 07. Juni 2010 um 15:56 Uhr

    Ja, erstmal hat’s geklappt. Aber gestern habe ich mir den Duden Korrektor installiert, und alles war sogleich geschrottet, obwohl ich mich fein an die übers Forum gefundene aktuelle Anleitung gehalten habe. Hat Stunden gedauert, das wieder zu beseitigen … und jetzt steht der Sinn der ganzen Aktion in Frage, denn was bringt mir OpenOffice für die Arbeit ohne Duden Korrektor? Und wer ist jetzt Schuld? Ubuntu? der Duden? Meine drei Jahre alte Hardware? Ich gar selbst? Würde es helfen, wenn ich eine Katze auf der tastatur opfere?

  4. 4 Naut 07. Juni 2010 um 19:16 Uhr

    Aus der Nummer kommst Du nicht raus. Meine Erfahrung ist, dass Computer sehr wohl registrieren, wer da an ihnen herumwerkelt: Hat derjenige das falsche Computerkarma, kann er machen, was er will, es geht nicht. Sobald ein Experte (=Schamane) danebensteht, geht’s plötzlich. „Hey, dabei habe ich vorhin ganau dasselbe schon mal gemacht!“

    Läuft der Duden-Korrektor überhaupt unter Linux? Wusste ich gar nicht.

  5. 5 Administrator 08. Juni 2010 um 11:46 Uhr

    Doch, an und für sich läuft der schon ganz offiziell unter Linux, nur unter mir halt nicht …

  6. 6 Artus 09. Juni 2010 um 17:20 Uhr

    „Das Wort „Ubuntu“ gibt es in Südafrika in allen schwarzen Landessprachen. Eine wörtliche Übersetzung ist nicht möglich. Es drückt eine afrikanische Lebensphilosophie aus, die man vielleicht am treffendsten mit Geschwisterlichkeit, Solidarität und Zusammengehörigkeit umreißen kann.
    Ein afrikanischer Ubuntu-Philosoph definierte sie folgendermaßen: “ ich bin, weil wir sind und wir sind, weil ich bin“. Der Einzelne ist ein harmonischer Teil der Gesellschaft und findet hier seine Sicherheit, Kraft und Zugehörigkeit und die Gesellschaft ist nichts ohne den Einzelnen.“ (siehe http://www.kapstadt.de/ubuntu/index2.htm)

    …dass dein Compi sowas empfinden kann …

  7. 7 Administrator 10. Juni 2010 um 12:38 Uhr

    Ich glaube, wenn der so was empfinden würde, dann wäre er netter zu mir …

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.