Archiv für Januar 2011

„Auslese“ ins Ungarische übersetzt

Meine Kurzgeschichte „Auslese“ aus der Anthologie Die Audienz ist in ungarischer Übersetzung beim Online-Magazin sfmag.hu erschienen. Lässt man sie sich durch Google rückübersetzen, fördert man einige Perlen erstaunlich das Literatur Modernismicze zu fünfzehn Uhr dreißig.

Dazu gibt es ein Interview mit mir, dessen deutsche Fassung ich ins scifinet-forum gestellt habe. Wer also findet, dass ich zu wenig über das Schreiben, das Grauen, den Alltag und deren Synthese blogge, kann sich dort einige charakteristische Gemeinplätze abholen.

Rezensions- und Diskussionshagel

Niklas Peinecke (Autor genialer SF-Stories wie „Klick, Klick, Kaleidoskop“) hat den Storyband Die Audienz rezensiert, der meine Geschichte „Auslese“ enthält.

Eine weitere Rezension auf fictionfantasy stammt von Rupert Schwarz.

Auf der Phantasticouch rezensiert Carsten Kuhr wie immer detailliert Zwielicht 2. Außerdem wird der Band gerade im Horror-Forum diskutiert.

Und im SF Forum läuft derzeit ein Lesezirkel zum Bowie-SF-Storyband Hinterland.

Zwielicht 2

Fast vergessen im Jahreswechseltrubel: Die Horroranthologie Zwielicht 2, herausgegeben von Michael Schmidt, ist im Dezember erschienen. Von mir ist die Kurzgeschichte „Im Himmel“ enthalten, eine Horrorgeschichte um einen alleinerziehenden Vater und gruselige Insekten, der man (so hoffe ich) ein bisschen den extremen Eindruck anmerkt, den Laird Barron auf mich gemacht hat. Bestellen kann man das Buch direkt über den Verlag Eloy Edictions oder über den Herausgeber, und am Dienstag bringe ich auch ein paar ins Otherland.

Super Gemeinschaftsprojekt!

Ziemlich viele Leute um mich herum haben dazu beigetragen, 2010 zum für mich bislang besten von 32 Jahren zu machen. Einige dieser Leute wissen das auch ohne, dass ich es hier hinschreibe, andere dürfen es sich ruhig noch mal sagen lassen – zum Beispiel Jasper und Simon, mit denen ich (wenn ich richtig zähle) 12 Schlotzen&Kloben-Auftritte und ein Buch hingelegt habe, zum Beispiel Karla, die dafür gesorgt hat, dass mit Hinterland eines der schönsten Bücher erschienen ist, an dem ich jemals mitarbeiten durfte, zum Beispiel das Shayol-Team, das sich offen für neue Projekte gezeigt hat, zum Beispiel die Phase2-Redaktion, die Nachsicht mit mir hatte, als es nötig war, zum Beispiel Markolf, der mit uns eine der schönsten, derbsten, lustigsten und forderndsten Rollenspielkampagnen gestartet hat, in der ich jemals dabei war, zum Beispiel eine WG, die alles in allem doch ziemlich viel mit mir durchgestanden hat … all die Leute seien nur zum Beispiel genannt. Wer ganz besonders und am allermeisten angesprochen ist, das schreibe ich hier nicht, muss ich auch nicht schreiben, denn das versteht sich wirklich von selbst.

Es gibt natürlich auch noch ein paar Leute, die hart daran gearbeitet haben, mir das Jahr zu versauen, zum Beispiel gewisse Exvermieter, neue Hauswärtinnen, Münchner Anwälte und ein Finanzamt. Die haben allerdings gegen die geballte Macht der obengenannten Lebensverschönerer voll abgekackt und weinen jetzt ganz doll.

Konsumorientierte Best-of-Listen verblassen natürlich ein bisschen gegen solche Menschen-Best-of-Listen, andererseits sind sie aber auch für andere Leute nützlich. Nun denn:

Bücher: K.J. Parkers Engineer-Trilogy, Paolo Bacigalupis The Windup Girl, Otto Basils Wenn das der Führer wüsste (nach fast 20 Jahren endlich gelesen!), David Maruseks Storysammlung Getting to Know You (durfte ich teilweise übersetzen!), Thomas Bernhards Der Untergeher, Scott Bakkers The Judging Eye (wo bleibt Band 2?), Nino Haratischwilis Juja, Joe Hills Story „Pop Art“, Frank Böhmerts Storysammlung Ein Abend beim Chinesen.

Musik: Morrisey: Years of Refusal, und neuentdeckt Ringleader of the Tormentors, Blitzen Trapper, John Adams‘: I Am Love (Soundtrack), Vampire Weekend: Contra. Eher dürftige Ausbeute dieses Jahr …

Filme: A Serious Man ist als einziger wirklich Hängengeblieben, der aber richtig. Inception und Shutter Island waren allerdings toll wegen altem, hässlichem Leonardo diCaprio!

Serien: Mad Men, Torchwood, Deadwood. Und als mein persönlicher Flop des Jahres: True Blood. In der Mitte von Staffel 3 abgebrochen, angewidert davon, wie es HBO gelungen ist, gleichzeitig derart hinter die eigenen Standards und die vor über zehn Jahren von Buffy gesetzten zurückzufallen.