Archiv für Januar 2013

Dirk Röse, Mondpräsidentin

Kürzlich habe ich diese kleine Novelle von Dirk Röse gelesen, der mir als Autor noch aus dem Hinterland in guter Erinnerung ist. Es geht um eine verranzte Mondkolonie, die eigentlich nur das Sprungbrett zum Mars ist, deren Verwalter aber den Wunsch hat, das Leben dort lebenswert zu machen. Kurzerhand wird die behutsame wirtschaftliche Abnabelung von der Erde beschlossen, und so betritt nicht nur die bald gewählte (na ja, installierte) Mondpräsidentin Isi Damm die Bildfläche, sondern auch Trend Mess, der sie still und bescheiden liebt – und der die Interessen der Raumfahrtbehörde zunehmend gegen Isi vertreten muss …

Dirk Röse erfindet die alte SF-Geschichte von der eigene Wege gehenden SF-Kolonie zwar nicht neu (Heinlein und Robinson winken durch die Raumschiffbullaugen), aber er erzählt sie zur Abwechslung als Liebesgeschichte mit durchweg sympathischen Figuren; die haben alle ihre kleinen Nöte, Ticks und Eitelkeiten, machen aber kein überlebensgroßes Gewese darum, sondern gehen tatsächlich wie vernünftige, erwachsene Menschen damit um (was in Geschichten über die Liebe ja eher selten vorkommt). Das gibt dem politischen Konflikt emotionales Gewicht, ohne ihn an den Rand zu drängen. Toller Kunstgriff, gut umgesetzt!
Was mich sogar noch mehr gefreut hat, ist, wie sprachlich klar und gut diese Erzählung ist. Die einzige andere Geschichte, die ich bisher von Röse kannte, fand ich etwas verschwurbelt, das hier ist einfach schön und mit Feingefühl erzählt.

Proud to be a Gutmensch

Anubis drüben am See hat einen im Wortsinne vernünftigen, also von vernünftigem und empathischem Denken geleiteten, Kommentar auf die Preußler-Hexen-N-Wort Debatte verfasst, den ich nur unterschreiben kann:

http://hermanstadt.blogspot.de/2013/01/links-des-gutmenschen.html

Die jüngsten Internetdiskussionen über Jakob Augstein und den Thienemann-Verlag, die mehrheitlich aus Geplärre darüber bestehen, was man als Deutscher alles nicht mehr sagen dürfe, weil die faschistische Gutmenschendiktatur einen zwecks moralischen Distinktionsgewinns zensieren wolle, hat für mich zumindest etwas Gutes gehabt: Ich habe gemerkt, dass der Vorwurf, ein Gutmensch zu sein, mir kein bisschen mehr wehtut. Ich bin eigentlich ganz zufrieden damit, dass zu sein, was man so gemeinhin als Gutmensch diffamiert. Also jemand, der Kritik an Rassismus, Antisemitismus und Sexismus ernst nimmt, auch und gerade, wenn sie an unerwarteter Stelle ansetzt. Der sich bewusst ist, dass Diskriminierung und Menschenverachtung sich auch und gerade in Form kleiner Alltagshandlungen fortschreiben. Jemand, der nicht automatisch in Beißhaltung geht, sobald die Kritik sein eigenes Alltagshandeln und -sprechen betrifft.
Damit kann ich mich eigentlich ganz gut identifizieren.

Lavie Tidhar, Osama

Osama ist der erste Roman von Lavie Tidhar, den ich gelesen habe (seine Bookman-Histories-Reihe habe ich wegen meiner ausgeprägten Steampunk-Abneigung bereits links liegen lassen), und es wird nicht der letzte bleiben.

Der Roman spielt in einer Alternativwelt, die technologisch und kulturell irgendwo zwischen den 30ern und 50ern hängengeblieben ist. Islamistischer Terrorismus existiert in dieser Welt nicht, und auch sonst scheint das 20. Jahrhundert hier einen weltpolitisch milderen Verlauf genommen zu haben. Privatdetektiv Joe, der in Laos‘ Hauptstadt Vientiane wohnt, erhält von einer ihm seltsam vertraut erscheinenden Frau den Auftrag, einen geheimnisumwitterten Autor zu finden, der unter dem Pseudonym Mike Longshott Schundromane über einen Vigilanten namens Osama Bin Laden verfasst. Joe selbst ist ein Leser dieser Romane, in denen nüchtern und in allen makaberen Einzelheiten die grausamen Terrorattacken von Osamas Mitstreitern geschildert werden. Die Hintergründe der Anschläge bleiben in Longshotts Büchern nebelhaft, er deutet lediglich an, dass sie Teil eines verwirrenden globalen Krieges sind.
Joes Suche nach Longshott führt in über Paris, London, New York bis nach Afghanistan. In ihrem Verlauf begegnet er immer wieder den „Refugees“, melancholischen Gespenstern, die von einem unnennbaren Schmerz erfüllt durch die Welt geistern – und auch seine Auftraggeberin gehört offenbar zu dieser rätselhaften Gruppe. Gleichzeitig ist ihm eine zwielichtige Regierungsbehörde auf den Fersen, die mit allen Mitteln in Erfahrung bringen will, wie viel Wahres an Longshotts Osama-Romanen ist, an dem Krieg, von dem sie handeln, aber auch an den futuristischen Technologien, die in ihnen geschildert werden …

Die nebulöse Krimi-Verschwörungshandlung des Romans hat mich anfangs irritiert und macht das Buch im Mittelteil für meinen Geschmack etwas zäh: Immer wieder geht Joe Spuren nach, die sich in Herrenclubs oder Opiumhöhlen verlieren oder läuft seinen Verfolgern in die Arme, die ihn mit Schlägen und kryptischen Warnungen traktieren, um ihn dann wieder laufen zu lassen. Die Handlung tritt lange auf der Stelle, und ich habe ein Weilchen gebraucht, um zu kapieren, dass es Tidhar hier offenbar überhaupt nicht darum geht, eine vertrackte Krimigeschichte zu erzählen, sondern die Atmosphäre des Unwirklichen zu verdichten. Sobald mir das klar geworden war, hat der Rest dieses melancholischen Romans für mich wunderbar funktioniert.
Interessanterweise betrifft die zunehmende Irrealität beide Wirklichkeitsebenen – also die Alternativwelt, in der Joe lebt, und unsere Welt, wie sie in den Osama-Romanen von Mike Longshott beschrieben wird. Die Welt der Romanhandlung erkennen wir schnell als eine eine Art Film-Noir-Pastiche, die mit ihrem Schwarzweiß-Casablanca-Charme vielleicht nicht gänzlich heil, aber doch zumindest tröstlich erscheint. Unsere eigene Wirklichkeit, auf die wir nur dann und wann in Form reportageartiger Ausschnitte aus Longshott-Romanen einen Blick erhaschen, wirkt dagegen grell und überdreht.
Zwischendurch gewinnt man bei der Lektüre den Eindruck, dass die sanfte Noir-Welt uns als das Ergebnis einer historischen Entwicklung verkauft werden soll, in deren Verlauf „der Westen“ sich ein bisschen weniger imperialistisch gebärdet hat und die Hauptursachen des globalen Terrors damit weggefallen sind. Doch diese Terrorismus-apologetische Herleitung der Alternativwelt bleibt diffus, und schließlich zeigt sich, dass die besondere Beschaffenheit der in Osama geschilderten Alternativwelt keine historischen oder politischen Gründe hat. Es handelt sich viel mehr um genau die Welt, die Joe als Protagonist braucht, um sich aus ihr heraus den grellen, kaum fassbaren Terror auseinanderzusetzen. Deshalb beinhaltet diese Welt in entschärfter Form Versatzstücke dessen, was uns aus den Medienberichten über den „War on Terror“ hinlänglich bekannt ist. Joe wird in einem dunklen Raum verhört, und man denkt an Folter; Joe sitzt im Flugzeug (jeder Flug ist ein eigenes kleines Unterkapitel mit dem wiederkehrenden Titel „In Transit“) und spürt die Ahnung einer Katastrophe, eines Verlusts; Joe erlebt eine apokalyptische Vision vom Krieg in Afghanistan (obwohl Afghanistan in seiner Welt ein scheinbar recht gemütliches Königreich und beliebtes Reiseland für Touristen ist). Tidhar fängt hier das verwirrende Gefühl, dass Terrorismus und der „War on Terror“ etwas Unwirkliches sind, das ständig in unsere Welt einzubrechen droht, exakt ein.

Tidhar stellt also zwei Zerrspiegel auf, die beide eine gleichsam unwahrscheinliche Wirklichkeit zeigen. Ein schlauer Einfall, bei dem offenkundig Philip K. Dicks The Man in the High Castle Pate gestanden hat (und weniger offenkundig Dicks Ubik). Im Raum zwischen diesen beiden Spiegeln wird vieles blass und diffus, einschließlich der Hauptfigur Joe, die streckenweise jede Identität verliert. Genau wie die geisterhaften Refugees irrt er umher und hat dabei nur den fiktiven Vigilanten Osama als Leitstern, eine strenge, grausame Heilsgestalt, die den Weg ins Paradies weist. Diese Heilssuche erweist sich ist das eigentliche Kernmotiv des Romans. Doch Joe und den verlorenen Refugees bleibt unklar, ob es sich beim Paradies um die Welt handelt, die Mike Longshott in seinen Romanen schildert, oder um den Ort, an dem sie sich bereits befinden. Da beide als Visionen entworfen werden, gewinnt die Suche einen zunehmend mythisch-verbrämten Charakter, den Tidhar mit leisem Witz aufs Korn nimmt (wunderbar: Die Fans der Longshott-Romane treffen sich bei einer piefigen kleinen Convention mit lebensgroßem Osama-Pappaufsteller). Die Antwort, die Tidhar letztlich auf Joes Wahrheitssuche gibt, ist sehr einfach und sehr humanistisch – dass nämlich kein Mythos und kein Paradies das Glück ersetzen können, das sich im Leben finden lässt (womit sich auch der Verdacht erledigt hätte, dass der Autor billige Provo-Punkte durch Terror-Apologetik sammeln will). Osama ist eigentlich kein besonders politisches Buch, sondern ein trauerndes Buch über die Ungeheuerlichkeit dessen, dass aufgrund religiöser oder politischer Wahnvorstellungen Menschen sterben.

Laird Barron, The Croning

Da es das Buch nicht auf deutsch gibt, zur Abwechslung auch mal die Besprechung auf Englisch:

Laird Barron’s two story collections The Imago Sequence and Occultation have made him my favourite horror author next to Lovecraft; However, I hesitated to read his first full-length novel, The Croning, for a while; I felt that in some of Barron’s last few stories some of the recurring motives were wearing thin, and I wasn‘t quite sure if the mythology he has established could carry the weight of a whole novel.

The Croning put these fears at rest (while awakening a few older, darker ones); it is a brillant novel, perhaps Barron’s best work to date, even though it is not as relentless as most of his short fiction. It has a much slower pace, but not in the sense that the narrative is stretched out – The Croning is a relatively short novel of about 250 pages –, but in the sense that it really is the story of a sinister truth unfolding over the course of more than 60 years. I think what Barron sets out here to reformulate a fundamental concept of cosmic horror – the notion that the universe is alien to us, and that a true understanding of its alienness can only come at the expense of our humanity – on a very personal level. Lovecraft with his technique of suggesting the unspeakable by a sort of frenetic loquaciousness couldn‘t do that.

[From here on, beware of spoilers]

The Croning’s narrative about the not quite normal, but basically good life of it’s protagonist Don Miller, which is peppered with events that hint at abject terror that he either forgots or dismisses – until, in the very end, they coalesce to a fearful picture that undermines everything he ever believed and trusted in. The main storyline concerns octogenarian Don and his wife Michelle, happily married, who live in a house that has belonged to Michelle’s family for generations and in which Don has never felt quite at home. Several flashbacks show both of them in their younger, wilder years and suggest that secrecy and violence have played a bigger role in their life than the older Don remembers.

Using a protagonist with a unreliable memory to construct a narrativeabout fearful revelations might seem like a cop-out, but Barron utilizes this device in a very effective and above all, believable way. His short stories are full of moments in which relatively normal situations tilt sideways, and suddenly everything seems to slide towards the abyss of the abject – and, as opposed to Lovecraft, Barron is usually highly economic in describing such moments. Take, for example, a passage from The Croning where Don, who is already slightly off kilter, enters an extremely shady drinking den somewehre in Mexico:

„A yellow dog missing an eye snapped at him, all rotten teeth and lolling tongue, and tore of a chunk of his leg, putting action to the crowd’s voiceless intent. People laughed and guitars and horns kicked back to life. He had paid the cover charge of flesh.“

The passage manages not only to suggest the danger of sickness and death that are implicit in something that can happen to any of us on the street, namely being bitten by a dog; it also implies that this mortal assault is an exemplification of the hostility of the world around Don, and even in a way part of a ritual.

Due to the hallucinatory character of such moments, it is easy for Don to dismiss the revelation of a hostile universe implicit in them. And while we as readers can easily identify with this dismissal, we also know that we are reading a horror novel and that such moments are in fact relevations of the true nature of the book’s reality.

The Croning hops from one of these moments to the next and thereby paints a picture of the dark, repressed underside of Don’s life. It skirts the border between the conscious and the unconscious, never quite revealing what is really going on down there in the regions of his life he cannot access. However, a Lovecraftian inversion of psychoanalysis is at work here, for the unconscious is not the internal realm of the protagonist, but the external, objective truth of the universe he is living in. The darkness is outside of Don, while the idea that it is only inside, that it is just an expression of his childish fears (he suffers from an irrational fear of the dark, for example) is the soothing lie he tells himself.

The Croning is also a story about childhood; even as an octogenarian, Don seems very much like a child who is protected, but also dominated by his wife Michelle, who clearly knows more about the dark secrets of his past he can‘t quite access. His awakening to the dark truth behind the strange occurances throughout his life is also a kind of awakening to the realm of harsh reality. In his mid-eighties, Don is still a child who finally has to learn that one day, he will die; That one day, everyone has to die. It is „the beautiful thing that awaits us all“, because death in The Croning is also highly sexualized (the imagery of Don’s revelation in the end is basically that of a perverse returning to the womb – a ziggurat with a vaginal abyss that swallos a degenerated humankind). Don is offered a chance to cheat death, but only at the price of sacrificing his „inner child“ – which, in the inverted psychoanalytic logic of the novel, is of course an external child. One way of the other, accepting the truth of death means that, in a way, you have already died; your only choice is to cynically embrace this truth or to impotently deny it (there is no option to come to terms with death peacefully in The Croning, for it is, after all, a horror novel).

Finally, The Croning might also be called a misgynist novel, as its horror relies heavily not only on vaginal imagery, but also on the archetype of the witch and on the notion of female sexual power. This is obviously a very conscious decision by the author, and I‘m not sure if I would level this as a critque against the book; in the end, the motive of a male protagonist living in a world that is dominated by a dark power conceptualised as female, who not only threatens to obliterate the protagonist but also deeply and sincerely loves him (albeit in a quite horrific way) is just so damn effective. After all, most horror fiction is dependant on gendered archetypes, and The Croning at least knows what it does by employing them to their best effect.

In the revealing dialogue towards the end of the book, Barron admits a certain triteness within the concept of cosmic horror, an inherent inability to live up to its promise; it shows how well he knows what he does, and maybe he knows it a little too well, because without this confession, the immediate effect of the novel might have been even more powerful. However, it is also an invitation to re-think the concepts of cosmic horror. I think this thorough re-thinking is what Barron has been doing since The Imago Sequence.

Dietmar Dath, Pulsarnacht

Den Dath habe ich ja eine Weile links liegen lassen, nachdem ich irgendwo in Abschaffung der Arten steckengeblieben war. Das war mir zu dick und zu voll mit Arten, lauter Lebensformen mit Lebensweisen, die man erst einmal begreifen musste, bevor man sich auch nur ansatzweise einen Reim auf das machen konnte, was sie gerade taten …

Pulsarnacht habe ich dagegen in 3 Tagen weggelesen, was zugegebenermaßen auch an meinem süffigen Weihnachtsurlaub gelegen haben mag. Süffig ist auch Pulsarnacht, ein Far-Futre-Roman mit einer zwei Galaxien umspannenden Menschenzivilisation, zu Unrecht als echsen- und hundeartig bezeichneten Alienvölkern, Raumbewohnern, Stargates (okay, Athotüren), Bewusstseinsspeicherung und kosmischen Umwälzungen. Mit Humor und mit interessanten Figuren in vernünftigen Konflikten – also in solchen, in denen jede Seite vernünftige Gründe für ihre Position anbringen kann, weshalb eine Lösung, bei der eine Seite allein gewinnt, nur reaktionär sein kann (Dath bleibt eben Marxist und Darwinist).

Neben den intelligenten, kompetenten, leidenschaftlichen Hauptfiguren, mehreren knackigen Kampfszenen, bestaunenswerten Dysonsphären mit gefalteten Räumen und lustigen Begegnungen mit Möchtegern-Weltraumdiktatoren in Phantasieuniformen ist an dem Buch vor allen Dingen toll, wie es Geschichte und Fortschritt als eine Art leicht verknotetes altmodischen Telefonkabel (ihr wisst schon, diese geringelten Dinger) darstellt. Es ist eigentlich nie ganz ersichtlich, ob es gerade vorwärts oder rückwärts geht, und obwohl Wiederholungen des Bekannten einen zu der Vermutung verleiten könnten, dass die Geschichte ein Kreislauf wäre, der jedes Mal wieder an den Anfang zurückkehrt, handelt es sich in Wirklichkeit immer um Schlaufen, die sich vielleicht auch mal in älteren Schlaufen verhaken und sie mit nach vorne ziehen, letztlich aber doch etwas anderes als das Vorangegangene bleiben und sich zu noch etwas anderem entwickeln. Die Rollen der Herrscher und Beherrschten, der der Daheimgebliebenen und der Exilierten, werden dabei zwar regelmäßig neu verteilt, aber auch das geschieht nicht nach irgendeinem abstrakten Umschlagmodell, in der die Schweine von Heute die Schinken von Morgen und die Schlachter von Übermorgen sind; es handelt sich vielmehr um einem tatsächlichen politischen Wandel, der mit Verfügung über Technologien, Wissen und Machtmittel zu tun hat und nichts mit plattgetretener Geschichtsphilosophie.

Man kann über dieses Buch gar nicht schreiben, ohne überquellende Sätze zu schreiben, weil es nämlich selbst auf jene wunderbare Art überquillt, die für ganz außergewöhnlich gute, maßlos überdeterminierte SF typisch ist. Es ist ein schönes Buch. Es ist ein trauriges Buch. Es ist ein Knall-Bumm-Buch. Bitte lest es!