Archiv der Kategorie 'Media mania'

Es ist wieder soweit: Dawn of the Dorks!

Endlich zeigt sich bei einer Fußball-WM mal zumindest ein bisschen das wahre, idiotische Gesicht solcher Mega-Sportveranstaltungen. Oder gibt es Leute, die es ernsthaft gut finden, wenn in Sao Paulo Leute weggeknüppelt und umgesiedelt werden, weil sie irgendwie nicht einsehen, dass sie dem Ballzirkus weichen sollen, der den Staat nebenbei noch Summen kostet, die sich weit jenseits meines Vorstellungsvermögens bewegen?
Egal. Ich wollte jetzt gar nicht wieder Hass schieben, sondern auf einen sehr schönen, derzeit wieder aktuellen Film hinweisen, der weniger mit dem zu tun hat, was in Brasilien passiert und mehr mit dem, was uns in nächster Zeit in Deutschland wieder bevorsteht. Entstanden unter dem Einfluss von WM und Gammelfleischskandal hat der Regisseur sich vom ganz großen sozialen Realismus George A. Romeros (Dawn of the Dead) inspirieren lassen und das Zombiegenre auf die Thematik verpflanzt, auf die es (meiner Meinung nach) gehört.
Und ganz so hassermäßig ist diese Aussage von mir gar nicht, denn irgendwie hat man sie ja auch immer lieb, diese Zombies … wenn sie einen nicht gerade beißen. Oder vollkotzen.

Dawn of the Dorks kann man sich hier auf MakeShiftMovies anschauen – dauert nur 20 Minuten, aber das Entsetzen bleibt!

Gesehen: Godzilla (1954)

Kindheitserinnerungen an: Grauhäutige Gummimonster in Karateposen! Poppige Musik! Der Kampfschrei eines rostigen Elefanten! Mechagodzillas Haut wird von Gozillas rakioaktivem Atem weggebrannt, und darunter ist: Metall!
Keine Kindheitserinnerungen an: Menschliche Figuren. Tragödien. Dialoge.

Komisch, komisch war es dann neulich, mir den Ur-Godzilla-Film von 1954 anzusehen. Irgendwie hatte ich den zwar auch schon mal gesehen, aber die Erinnerungen waren diffus. Inzwischen ist ja relativ bekannt, dass der erste Godzilla-Film eine Reaktion sowohl auf Hieroshima und Nagasaki als auch auf amerikanische Atombombentests im Pazifik war (zuvor geriet 1954 ein japanisches Schiff in den Wirkungskreis eines solchen Tests, was zahlreiche Besatzungsmitglieder das Leben kostete). Das vermittelt der Film auch ganz unsubtil: Godzilla, erklärt uns ein Wissenschaftler, ist eine Urzeitechse, die durch Atombombentests geweckt wurde und nun mies gelaunt durch den Pazifik wütet – erst terrorisiert „der Godzilla“ die Insel Odo, aber irgendwann, das steht fest, wird er sich Japan selbst und Tokio zuwenden. Dieses Szenario wird erst mal ganz in Ruhe aufgebaut, mit vielen Talking Head, die vor irgendwelchen Komittees leider völlig lächerlichen Wissenschafts-Babel ablassen (so soll Godzilla aus dem Jura stammen und 2 Millionen Jahre alt sein, und in seinem Fußabdruck wurde ein „Tribolit“ gefunden – da stimmt so ziemlich keine Zahl, und Buchstaben sind auch vertauscht. Aber das könnte natürlich auch der deutschen Synchronisation anzulasten sein). Schnell gibt es dann auch Konflikte zwischen den eitel dreinschauenden Generälen, die gleich losballern wollen und irgendwelchen Frauen, die anscheinend hauptberuflich Frauen sind und sich deshalb Sorgen machen, dass es noch mehr Tote geben könnte. Ganz traurig ist der alte Zoologe, dass diese erstaunliche Wesen sterben soll, gleichzeitig verkündet er aber auch unheilvoll, dass es ohnehin nicht totzukriegen sei, wenn man nicht Einblick in die Geheimnisse des Lebens selbst gewinne.
Die hat zufällig der junge, kriegsversehrte Wissenschaftler Serizawa, der insgeheim einen Sauerstoffzerstörer entwickelt hat, der im Wasser Blubberblasen macht und dabei alle Fische in Gräten verwandelt – und, so ist zu hoffen, alle Godzillas in Riesenskelette.

Nebenher gibt es eine tragische Liebesgeschichte um selbigen Serizawa und die ihm versprochene Tochter des Zoologen, Emiko, die eigentlich den Marineoffizier Ogata liebt – und er sie auch. Nur hält der Vater es mit den traditionellen Werten und stellt sich der jungen Liebe in den Weg.

Die eigentlichen Godzilla-Auftritte bleiben spärlich, sind aber überraschenderweise (und mit Ausnahme der ersten Sichtung auf der Insel Odo) ziemlich atmosphärisch inszeniert. Als schwarzer, pockennarbiger Gigant stapft das schwerfällige Ungetüm durch Tokio, lässt Züge entgleisen, setzt Häuser in Brand und zerstrahlt mit seinem radioaktivem Atem schon auch mal ziemlich krass eine Menschengruppe. Und bei aller Zerstörungslust ist das Bild völliger Vernichtung, das Godzilla hinterlässt, dann doch ziemlich verstörend, besonders, wenn man den historischen Hintergrund des Films im Hinterkopf hat. Da gibt es nicht nur plattgelatschte Häuser, sondern auch haufenweise Tote und Verletzte und noch dazu tödlich verstrahlte Kinder. Seltsam, wenn dann nach diesen eher nüchtern präsentierten Bildern mit einer ungeheuren Kinderchor-Kitschoffensive auf die Tränendrüsen gedrückt wird. Ich vermute mal stark, dass dieses Pathos schlicht und einfach authentisch war, heute wirkt es eher geschmacklos, besonders, wenn es der Anlass für den bis dahin noch zögernden Serizawa ist, die von ihm entwickelte ultimative Waffe gegen Godzilla einzusetzen – bis dahin waren nämlich seine Bedenken zu groß, mit dieser Erfindung des Schreckens an die Öffentlichkeit zu gehen, bevor er eine Möglichkeit gefunden hat, sie zu neutralisieren.

Das klingt jetzt alles ziemlich negativ, aber eigentlich hat mich der Film durchaus beeindruckt. Die Botschaft – Mensch, pass auf, wenn du dich mit den Urkräften der Natur einlässt, du wirst sie nie kontrollieren können! – kommt natürlich enorm plump daher, sie gewinnt aber durchaus Vielschichtigkeit durch die Debatten darüber, ob und wann es gerechtfertigt ist, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln und einzusetzen. Godzilla ist dabei auch eher eine tragische Figur, auf keinen Fall böse. Eher ist er/sie (ich weiß es auch nicht, für mich eine Sie, im Film aber immer „der Godzilla“) ein Kollateralschaden der Atombombe und am Ende ebenso ein Opfer von Vernichtungstechnologie wie die Menschen selbst. Da kommt dann letztlich die zweite Botschaft bei raus, dass Krieg immer eine Tragödie ist, egal, wie richtig oder notwendig er erscheint. Auch das ist banal, aber von diesem Film schon ziemlich gut in Szene gesetzt.

Man sollte sich übrigens die japanische (teilweise nicht synchronisierte, sondern nur untertitelte) Langfassung spendieren. Aus der deutschen Synchronfassung hat man vor allem lange Debatten über den Einsatz von Massenvernichtungswaffen rausgeschnitten. Die sind in der japanischen Fassung zwar auch wirklich etwas ausufernd und pathetisch, doch andererseits kommen in ihnen einige wichtige Handlungselemente vor, die in der deutschen Synchronfassung unterschlagen werden – beispielsweise ist die Dreiecksstory um Ogata, Emiko und Serizawa in der Kurzversion gar nicht zu verstehen.

Auf jeden Fall ein Stück Filmgeschichte. Ich habe ihn übrigens vor allem deshalb angeschaut, weil im Mai ein neuer amerikanischer Godzilla-Film ins Kino kommt. Der Trailer macht einen vielversprechenden Eindruck, ein guter Regisseur und gute Schauspieler sind auch am Start, und glücklicherweise hat das Ding auch nichts mit Roland Emmerichs seelenlosem Machwerk von 1998 zu tun.

Gesehen: Grand Budapest Hotel

Ich bin ja jetzt nicht der große Kinokenner, und von Wes Anderson habe ich bisher auch nur drei Filme gesehen – den letzten davon, Grand Budapest Hotel, vergangene Woche. Den fand ich nicht nur wie die beiden anderen vergnüglich, irgendwas daran ging mir auch über den Kopf ans Herz oder umgekehrt.
Grand Budapest Hotel spielt in den 1930ern in irgendeinem fiktiven osteuropäischen Kleinstaat und handelt von dem Concierge M. Gustace, der mit Edelstahl- und Samthandschuh die Herrschaft über das titelgebende mondäne Hotel ausübt. Besonders reiche ältere Damen dürfen sich seiner Zuwendung erfreuen. Das Wolfbefinden seiner Gäste und Diskretion sind ihm dabei oberstes Gebot. Diese dienstbeflissene, strenge, schwuchtelige, bescheidene und eitle Figur gäbe in den meisten Geschichten einen trefflichen Schurken und Trickbetrüger ab, oder er wäre der Antiheld irgendeiner tumben Satire über bürgerliche Doppelmoral. In Grand Budapest Hotel jedoch nicht: Da ist M. Gustave der romantische Held eines fast durchweg romantischen Films.
Die Abenteuer, in die er zusammen mit seinem Schützling, dem Lobby-Boy Zero Mustafa verwickelt wird, drehen sich um die umkämpfte Erbschaft einer alten Dame, die häufiger Gast des Grand Budapest Hotel und Objekt von Gustaves Aufwartungen war. Das Schurkeninventar skrupelloser und brutaler Erbschleicher ist so überzeichnet, wie man das erwartet darf, und sorgt für das eine oder andere makabre Mord- und Fingerabhack-Zwischenspiel (allen voran der mit den eisenberingten Fingerknöcheln knackende und stählern grinsende Willem Dafoe); soweit ist das alles so wunderbar harmlos wie die Lektüre eines Jules-Verne-Romans. Der quietschbunte Kolportage-Charakter der ganzen Geschichte wird zusätzlich begünstigt durch die mehrfache fiktionale Verpacktheit der Geschehnisse – über den Anblick eines Denkmals werden wir zu einem Autor geleitet, dem ein erwachsener Zero Mustafa, der seinem jugendlichen Alter Ego seltsamerweise so gar nicht ähnlich sieht, die Geschichte seiner und Gustaves Abenteuer erzählt. Deutlicher ließe sich wirklich nicht signalisieren, dass die Historzität dieser Geschichte pure Fiktion ist, eine nostalgische Vision einer westlichen Zivilisation, deren Korrektheit und Diskretion nicht etwa Korsett oder Fassade ist, sondern ein hübsch verzierte, doppelflügelige Tür, hinter der für jeden die Freiheit eines verschwiegenen Zimmers bereitsteht. In der Anstand und Höflichkeit tatsächlich das sind, als was sie sich ausgeben – der Wille, allen in ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und gleichzeitig niemandem näher zu treten, als er oder sie es wünscht. In der Exzentrizität der fundamentale Zustand des Menschen und sein wichtigstes und schönstes Recht ist.

Und dann kamen sie komischerweise trotzdem und um so heftiger, die Momente, in denen ich schlucken musste.

Zu Anfang wird noch die Macht dieser wunderschönen Art von Anstand ausgestellt – wenn etwa Gustave und Zero im Zug von Soldaten (Krieg droht!) kontrolliert werden, die den Einwandererjungen Zero abführen wollen. Nicht nur lehnt sich Gustave bestimmt gegen diese Ungerechtigkeit auf, und dank seiner guten Beziehungen zum Polizeikommandanten (Ed Norton mal als preußisch-zackiger, aber ebenfalls sehr anständiger Uniformträger) lässt er den miesen Soldatenhaufen auch ganz klein aussehen.
Etwa auf der Hälfte des Films erscheint die Zivilisation, für die M. Gustave steht, aber schon nicht mehr ganz so glanzvoll: Erstmals verliert Gustave die Contenance und fällt mit einer wüsten Tirade über seinen Lobby-Boy her, weil dieser sein liebstes Eau de Toilette im Hotel vergessen hat. Er beschimpft ihn als Barbaren, der wahrscheinlich stinkend unter Ziegen aufgewachsen ist und fragt, warum er überhaupt seine Heimat verlassen hat, in der ein primitiver Kerl wie er ja wohl weit besser aufgehoben gewesen wäre.
Zero erwidert darauf, dass er seine Heimat verlassen habe, weil seine ganze Familie im Krieg ermordet wurde.
Die Reaktion des zerknirschten Gustave, der sich sofort wortreich und hochoffiziell bei seinem Lobby-Boy entschuldigt und erklärt, dass ein solches Verhalten wie das von ihm an den Tag gelegte des Grand Budapest Hotels unwürdig sei, ist aber nicht in erster Linie wegen ihres überbordenden Gestus und ihrer Versöhnlichkeit so anrührend, sondern weil sie der Sache nach zutiefst angemessen ist.
Na klar, persönlich kann man Gustaves Ausfall verstehen, schließlich hat er gerade eine strapaziöse Flucht aus dem Gefängnis hinter sich. Aber der Zivilisation, wie sie durch ihn und das Grand Budapest Hotel vertreten wird, ist seine rassistische Tirade wahrhaft nicht würdig – so, wie unserer ganz realen Zivilisation ihr schmutziges Fundament aus Kolonialismus und Rassismus eigentlich nicht würdig ist. Es ist buchstäblich unanständig. (Klar, wortreiche Entschuldigungen helfen da auch nicht …)
Ohne diese Szene wäre der Film vielleicht eine allzu gefällige Romantisierung der Zwischenkriegszeit gewesen. Doch dieser eine Moment ist von einer echten Trauer darüber durchdrungen, dass die westliche Zivilisation nicht das einlösen kann, was sie zumindest ansatzweise einmal versprochen hat – anständig zu sein; jeden Menschen in seiner Exzentrität zu achten und eine schön verzierte Tür mit einem Zimmer voller Freiheit dahinter für ihn zu sein –, die wenig mit Nostalgie und viel mit der wirklichen Trauer über die allgemeine Bekacktheit der Verhältnisse zu tun.
Die wird einem dann zum Ende auch noch mal ziemlich brutal vorgeführt, wenn Gustaves Anstands-Macht vom Faschismus niedergewalzt wird, der halt doch stärker ist. Das ist schon fast ein bisschen zu dicke, man bekommt das Gefühl, dass Anderson einem jetzt plötzlich einen Strick daraus drehen will, dass man sich so lange an seinen harmlosen Späßen erfreut hat. Vielleicht dreht er sich aber auch nur selber den Strick. Jedenfalls ist auch das natürlich ein starker Moment, der einem durchaus ganz primitiv in die zuvor behutsam geöffnete Wunde haut.
Meine beiden Kinobegleiterinnen haben das übrigens nicht so intensiv empfunden wie ich. Wahrscheinlich ist hier also auch eine Menge Projektion am Werk. Andererseits verweist der Abspann darauf, dass der Film von den Werken Stefan Zweigs inspiriert sei. Den habe ich zwar nie gelesen, doch mein Google-Fu förderte zutage, dass Zweig in Die Welt von Gestern seinen Unglauben darüber kundtat, dass Europa nach dem ersten Weltkrieg nicht zu einem dauerhaften Frieden gefunden hat.

Super Gemeinschaftsprojekt!

Ziemlich viele Leute um mich herum haben dazu beigetragen, 2010 zum für mich bislang besten von 32 Jahren zu machen. Einige dieser Leute wissen das auch ohne, dass ich es hier hinschreibe, andere dürfen es sich ruhig noch mal sagen lassen – zum Beispiel Jasper und Simon, mit denen ich (wenn ich richtig zähle) 12 Schlotzen&Kloben-Auftritte und ein Buch hingelegt habe, zum Beispiel Karla, die dafür gesorgt hat, dass mit Hinterland eines der schönsten Bücher erschienen ist, an dem ich jemals mitarbeiten durfte, zum Beispiel das Shayol-Team, das sich offen für neue Projekte gezeigt hat, zum Beispiel die Phase2-Redaktion, die Nachsicht mit mir hatte, als es nötig war, zum Beispiel Markolf, der mit uns eine der schönsten, derbsten, lustigsten und forderndsten Rollenspielkampagnen gestartet hat, in der ich jemals dabei war, zum Beispiel eine WG, die alles in allem doch ziemlich viel mit mir durchgestanden hat … all die Leute seien nur zum Beispiel genannt. Wer ganz besonders und am allermeisten angesprochen ist, das schreibe ich hier nicht, muss ich auch nicht schreiben, denn das versteht sich wirklich von selbst.

Es gibt natürlich auch noch ein paar Leute, die hart daran gearbeitet haben, mir das Jahr zu versauen, zum Beispiel gewisse Exvermieter, neue Hauswärtinnen, Münchner Anwälte und ein Finanzamt. Die haben allerdings gegen die geballte Macht der obengenannten Lebensverschönerer voll abgekackt und weinen jetzt ganz doll.

Konsumorientierte Best-of-Listen verblassen natürlich ein bisschen gegen solche Menschen-Best-of-Listen, andererseits sind sie aber auch für andere Leute nützlich. Nun denn:

Bücher: K.J. Parkers Engineer-Trilogy, Paolo Bacigalupis The Windup Girl, Otto Basils Wenn das der Führer wüsste (nach fast 20 Jahren endlich gelesen!), David Maruseks Storysammlung Getting to Know You (durfte ich teilweise übersetzen!), Thomas Bernhards Der Untergeher, Scott Bakkers The Judging Eye (wo bleibt Band 2?), Nino Haratischwilis Juja, Joe Hills Story „Pop Art“, Frank Böhmerts Storysammlung Ein Abend beim Chinesen.

Musik: Morrisey: Years of Refusal, und neuentdeckt Ringleader of the Tormentors, Blitzen Trapper, John Adams‘: I Am Love (Soundtrack), Vampire Weekend: Contra. Eher dürftige Ausbeute dieses Jahr …

Filme: A Serious Man ist als einziger wirklich Hängengeblieben, der aber richtig. Inception und Shutter Island waren allerdings toll wegen altem, hässlichem Leonardo diCaprio!

Serien: Mad Men, Torchwood, Deadwood. Und als mein persönlicher Flop des Jahres: True Blood. In der Mitte von Staffel 3 abgebrochen, angewidert davon, wie es HBO gelungen ist, gleichzeitig derart hinter die eigenen Standards und die vor über zehn Jahren von Buffy gesetzten zurückzufallen.

Rube Goldberg

Ich weiß gar nicht, ob ich das schon mal verlinkt habe, aber es ist einfach immer wieder befreiend, sich diese wunderschöne Rube-Goldberg-Maschine hier anzusehen:

(Rube-Goldberg-Maschine: Eine hochkomplizierte Maschine, die eine extrem einfache Fuktion erfüllt.)

Buffybuch bitte vorbestellen!

Im September erscheint ein Buch über Buffy. Vielleicht. Wenn mindestens 180 Leute es vorbestellen. Bis zum 15. August. Es wird ein schönes Buch (weil es im Verbrecherverlag erscheint), ein lustiges Buch (weil es Beiträge von so lustigen Kerlchen wie mir, Jasper Nicolaisen und Dietmar Dath enthält) und ein wichtiges Buch (weil es um Buffy geht). Alles weitere dazu lasse ich die HerausgeberInnen sagen:

Liebe Buffy-Freundinnen und -Freunde, liebe sonstige Interessierte,

damit wir den unten angekündigten und redaktionell bereits fertiggestellten Band veröffentlichen können, brauchen wir *Eure Hilfe*. Da wir dem Verbrecher Verlag Förderungen zugesichert hatten, diese Förderungen nun allerdings wider Erwarten doch nicht zu Stande kommen, brauchen wir 180 Subskribent_innen, die den Band bis zum 15. August auf der Website des Verlages bestellen, damit das Buch gedruckt werden und im September 2010 erscheinen kann.

Das Geld wird per Bankeinzug eingezogen, allerdings erst, wenn das Buch aus dem Lager an die angegebene Adresse verschickt wird, weil es gedruckt werden konnte. Man kann bis dahin jederzeit seine Bestellung stornieren.

Bestellen kann man das Buch unter der Adresse:
http://www.verbrecherverlag.de/buch/541

Dort wird auch immer einzusehen sein, wie viele Subskribent_innen das Buch hat.

Bitte helft uns durch diese Subskription, wenn Ihr Euch für das Buch interessiert, damit das Buch erscheinen kann.

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Beckmann, Hatlapa, Jelinski, Ziener (Hg.):
Horror als Alltag.
Texte zu „Buffy the Vampire Slayer“
Broschiert
ca. 280 Seiten
14 €
ISBN 978-3-940426-52-9
Erscheint im September
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Buffy ist ein Mädchen, das Dämonen mächtig auf die Mütze gibt. Herrschaftliche Strukturen, die in der Real World so schwer zu fassen sind, erhalten ein Gesicht, in das man schlagen kann. Soweit so schön, aber leider nur für den Zuschauer. Denn Buffy selbst kriegt durch ihren »Job« ganz andere Probleme in der Highschool, später im College und im dämonenfreien Teil ihres Alltags. Und zwar solche, die man nicht verprügeln kann. Hier hat die Struktur kein Gesicht mehr. Im Medium des Phantastischen werden so Heteronomie-Erfahrungen auf eine verbindliche Weise thematisiert, wie es vermeintlich authentischen Abbildern und moralischem Bildungsfernsehen nicht möglich ist. In zehn Artikeln streitet das Buch auch darüber, ob sich der kritische Gehalt der Fernsehserie an ihren Kunst- oder aber gerade an ihren Kulturindustriecharakter binden lässt.

Mit Beiträgen von Carmen Dehnert, Dietmar Dath, Heide Lutosch, Jakob Schmidt, Jasper Nicolaisen, Lars Quadfasel und anderen.

Annika Beckmann ist 1973 in Wickede geboren, studierte in Hannover und Berlin Philosophie und Literaturwissenschaft. Zurzeit arbeitet sie als freie Lektorin/Redakteurin in Berlin. Seit 2000 ist sie Buffyfan. – Ruth Hatlapa, geb. 1980 in Bremen, studierte Kulturwissenschaften, Politikwissenschaften und Neuere Geschichte in Berlin. Seit 2008 arbeitet sie in der politischen Bildungsarbeit zu Rassismus und Antisemitismus. Sie interessiert sich außerdem sehr für US-amerikanische Serien, insbesondere für Buffy. – Oliver Jelinski, geboren 1975, studierte Philosophie und Informatik in Hannover und Berlin. Schreibt neben seiner Lohnarbeit unregelmäßig in linken Publikationen über Ideologie und Ideologietheorie. Arbeitet an einem Projekt zur Gegenwart Neuer Musik, vorher Buffy. – Birgit Ziener, 1977 in Dresden geboren, studierte in Berlin vor allem Literaturwissenschaft. Arbeitet seitdem als freie Autorin, Dozentin und Deutschlehrerin in Berlin und sonstwo. Buffyfan.

aus aktuellem Anlass

Die Nacht der lebenden Idioten

Mehr Serien

Alles wird immer schlechter, nur das Fernsehen wird immer besser. Zugegeben, andersrum wäre das besser. Aber trotzdem hier noch eine gute Nachricht:

HBOs Website zu Game of Thrones

Das mit Sean Bean kann ich eigentlich immer noch nicht glauben, das ist zu schön, um wahr zu sein!

Und die gute Nachricht des Tages:

Captain Jack Harkness will be back!

Da lacht der Trekkie

awesomekirk