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„Auslese“ ins Ungarische übersetzt

Meine Kurzgeschichte „Auslese“ aus der Anthologie Die Audienz ist in ungarischer Übersetzung beim Online-Magazin sfmag.hu erschienen. Lässt man sie sich durch Google rückübersetzen, fördert man einige Perlen erstaunlich das Literatur Modernismicze zu fünfzehn Uhr dreißig.

Dazu gibt es ein Interview mit mir, dessen deutsche Fassung ich ins scifinet-forum gestellt habe. Wer also findet, dass ich zu wenig über das Schreiben, das Grauen, den Alltag und deren Synthese blogge, kann sich dort einige charakteristische Gemeinplätze abholen.

Rezensions- und Diskussionshagel

Niklas Peinecke (Autor genialer SF-Stories wie „Klick, Klick, Kaleidoskop“) hat den Storyband Die Audienz rezensiert, der meine Geschichte „Auslese“ enthält.

Eine weitere Rezension auf fictionfantasy stammt von Rupert Schwarz.

Auf der Phantasticouch rezensiert Carsten Kuhr wie immer detailliert Zwielicht 2. Außerdem wird der Band gerade im Horror-Forum diskutiert.

Und im SF Forum läuft derzeit ein Lesezirkel zum Bowie-SF-Storyband Hinterland.

Zwielicht 2

Fast vergessen im Jahreswechseltrubel: Die Horroranthologie Zwielicht 2, herausgegeben von Michael Schmidt, ist im Dezember erschienen. Von mir ist die Kurzgeschichte „Im Himmel“ enthalten, eine Horrorgeschichte um einen alleinerziehenden Vater und gruselige Insekten, der man (so hoffe ich) ein bisschen den extremen Eindruck anmerkt, den Laird Barron auf mich gemacht hat. Bestellen kann man das Buch direkt über den Verlag Eloy Edictions oder über den Herausgeber, und am Dienstag bringe ich auch ein paar ins Otherland.

Super Gemeinschaftsprojekt!

Ziemlich viele Leute um mich herum haben dazu beigetragen, 2010 zum für mich bislang besten von 32 Jahren zu machen. Einige dieser Leute wissen das auch ohne, dass ich es hier hinschreibe, andere dürfen es sich ruhig noch mal sagen lassen – zum Beispiel Jasper und Simon, mit denen ich (wenn ich richtig zähle) 12 Schlotzen&Kloben-Auftritte und ein Buch hingelegt habe, zum Beispiel Karla, die dafür gesorgt hat, dass mit Hinterland eines der schönsten Bücher erschienen ist, an dem ich jemals mitarbeiten durfte, zum Beispiel das Shayol-Team, das sich offen für neue Projekte gezeigt hat, zum Beispiel die Phase2-Redaktion, die Nachsicht mit mir hatte, als es nötig war, zum Beispiel Markolf, der mit uns eine der schönsten, derbsten, lustigsten und forderndsten Rollenspielkampagnen gestartet hat, in der ich jemals dabei war, zum Beispiel eine WG, die alles in allem doch ziemlich viel mit mir durchgestanden hat … all die Leute seien nur zum Beispiel genannt. Wer ganz besonders und am allermeisten angesprochen ist, das schreibe ich hier nicht, muss ich auch nicht schreiben, denn das versteht sich wirklich von selbst.

Es gibt natürlich auch noch ein paar Leute, die hart daran gearbeitet haben, mir das Jahr zu versauen, zum Beispiel gewisse Exvermieter, neue Hauswärtinnen, Münchner Anwälte und ein Finanzamt. Die haben allerdings gegen die geballte Macht der obengenannten Lebensverschönerer voll abgekackt und weinen jetzt ganz doll.

Konsumorientierte Best-of-Listen verblassen natürlich ein bisschen gegen solche Menschen-Best-of-Listen, andererseits sind sie aber auch für andere Leute nützlich. Nun denn:

Bücher: K.J. Parkers Engineer-Trilogy, Paolo Bacigalupis The Windup Girl, Otto Basils Wenn das der Führer wüsste (nach fast 20 Jahren endlich gelesen!), David Maruseks Storysammlung Getting to Know You (durfte ich teilweise übersetzen!), Thomas Bernhards Der Untergeher, Scott Bakkers The Judging Eye (wo bleibt Band 2?), Nino Haratischwilis Juja, Joe Hills Story „Pop Art“, Frank Böhmerts Storysammlung Ein Abend beim Chinesen.

Musik: Morrisey: Years of Refusal, und neuentdeckt Ringleader of the Tormentors, Blitzen Trapper, John Adams‘: I Am Love (Soundtrack), Vampire Weekend: Contra. Eher dürftige Ausbeute dieses Jahr …

Filme: A Serious Man ist als einziger wirklich Hängengeblieben, der aber richtig. Inception und Shutter Island waren allerdings toll wegen altem, hässlichem Leonardo diCaprio!

Serien: Mad Men, Torchwood, Deadwood. Und als mein persönlicher Flop des Jahres: True Blood. In der Mitte von Staffel 3 abgebrochen, angewidert davon, wie es HBO gelungen ist, gleichzeitig derart hinter die eigenen Standards und die vor über zehn Jahren von Buffy gesetzten zurückzufallen.

Das Schlotzen-Buch ist da!

Buchcoverschlotzen

Raumanzüge & Räuberpistolen, der erste Storyband unserer Lesebühne (also derjenigen der Herren Nicolaisen, Schmidt und Weinert) ist erschienen, knallrot und knallvoll mit weidlich bühnenerprobten Texten auf satten 124 Seiten! Lest alles darüber, hier! Und dann lest alles darin, in dem Buch, das zwar schon hier, bei mir ist, aber noch nicht bei euch zuhause, was ihr ganz schnell ändern könnt, indem er ihr es mittels einer formlosen E-mail an den befreundeten Golkonda-Verlag für 10 € bestellt. Wenn ihr richtig krass werden wollt, spart euch die Versandkosten, indem ihr gleich weitere tolle Bücher aus dem Programm von Golkonda oder Shayol mitbestellt. Zum Beispiel Jeff VanderMeers Storysammlung Ein Herz für Lukretia, oder Das versteckte Sternbild, den wildromantischen SF-Roman, der von Herrn Nicolaisen oder von Dietmar Dath hätte sein können, wäre er nicht von David Dalek! Schnappt sie euch alle, haps!

Wer zu unserer Lesung (2. Dezember) und/oder zur Release-Party (5. Dezember) kommt (schaut auf den Schlotzen-Blog!) kriegt das Buch natürlich auch, und dazu unser wärmstes Dankeschön.

(Ach ja, bitte benutzt für Bestellungen nicht den Shop der Shayol-Seite, sondern schreibt eine mail an den oben verlinkten Golkonda-Verlag, da Shayol gerade virtuell umgebaut wird.)

Wer lernt mit mir italienisch

Ich will nun endlich mal meinen Vorsatz erfüllen und eine neue Sprache lernen, und zwar (für den Anfang) Italienisch. Und zwar schnell. Und zwar unter professioneller Anleitung. Die gibt es z.B. im Sprachenatelier, wo eigentlich vom 29.11.-10.12. einen Intensivkurs geben soll. Der findet aber nur statt, wenn sich noch ein paar Teilnehmer mehr finden.
Hat nicht wer Lust? Kostet nur Zeit (insgesamt 30 Stunden) und Geld (insgesamt 250 Euro), und davon haben wir doch wohl alle mehr, als wir brauchen können.

http://www.sprachenatelier-berlin.de/de/topic/3226.italienisch-intensivkurs-berlin.html

Und schon wieder Schlotzen, jetzt seit einem Jahr

Die blogpflege ist endgültig kollabiert, die windows broken (das, obwohl ich derweil linux verwende), nun muss ich aber doch zumindest auf die 1-Jahres-Jubilierlesung von Schlotzen & Kloben hinweisen – alles nötige dazu hat Jasper besser geschrieben, als ich es könnte, und zwar hier:

http://schlotzenundkloben.blogsport.eu/2010/11/01/s-k-zum-einjahrigen/

Ansonsten ist noch viel anderes passiert: Hinterland ist erschienen (siehe vorletzter Eintrag), ich habe Ein Abend beim Chinesen von Frank Böhmert längst durch und meine immense Zufriedenheit über dieses Buch noch immer nicht angemessen verbloggt, und auch Ralph Doeges famose Storysammlung Am Ende der Nacht ist inzwischen eingetrudelt. Auf ne Art passen beide Bücher ganz gut zusammen, mit Nino Haratischwilis Juja als Bindeglied, das werde ich vielleicht noch erörtern. Oder ihr besorgt euch einfach so guten Glaubens diese drei dunklen, lustigen, ernsten und streckenweise im besten Sinne des Wortes pubertären Bücher. (Wer hat eigentlich entschieden, dass „pubertär“ ein Schimpfwort ist? Welchen intensiveren Modus des Schreibens sollte es bitte geben als den pubertären? Natürlich ist es hilfreich, wenn die Leute aus einemn gewissen Abstand heraus über die denkbar brennendsten, kältesten und peinlichsten Gefühle schreiben, aber dann bitte ja und mehr davon!)

Weitere Monatsmeldungen: Ende November kommt noch ein Buch, ein noch geheimes, mit einer klobigen, durch die Nase hochgezogenen Schlotzladung. Und im nächsten Jahr erscheint dann endlich, endlich nach langer Vorlaufzeit ein enorm guter Roman von Gero Reimann bei Shayol – ich sitze gerade am Lektorat.

Schlotzen & Kloben diesen Donnerstag

Mal ehrlich, ich bin derzeit viel zu zufrieden mit dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest, um was Interessantes und/oder Lustiges zu schreiben. Außerdem mache ich Urlaub. Zum Glück können andere Leute auch schreiben, wenn sie gerade nicht voller Angegessenheit und Weltschmerz sind, zum Beispiel Frank Böhmert. Unter anderem deshalb tritt er diesen Donnerstag um 20 Uhr an meiner statt bei unserer Lesebühne Schlotzen&Kloben in der tristeza auf. Natürlich gemeinsam mit den Herren Nicolaisen und Weinert.

Über Frank Böhmerts Storyband Ein Abend beim Chinesen wollte ich hier sowieso schon längst bloggen. Eigentlich drücke ich mich wohl davor, weil ich ein bisschen neidisch bin, weil der Herr in seinen Geschichten wirklich so überzeugend vermittelt, einfach genau das abstruse, manchmal kranke und manchmal gar ein bisschen erhebende Zeug zu schreiben, was ihm in den Sinn kommt, ohne sich dabei um irgendetwas zu scheren als darum, dass das Ergebnis gut sein muss, egal ob es nun Raumanzüge, Räuberpistolen, Bunker beim Blutbaum, Raucher unter Linken oder King Kong und die weiße Frau im Gabelstaplerwarenlager enthält.

Kommt also am Donnerstag extraviel, extravagant, extraerwartungsvoll. Und bringt ein Scheinchen mit, um bei Frank sein Büchlein zu erwerben, das wollt ihr nämlich ganz sicher am Ende der Lesung!

„Hinterland“ schon (fast) erschienen!

Anfang Oktober erscheint die SF-Anthologie Hinterland mit 20 Kurzgeschichten, inspiriert von der Musik David Bowies. Auch ich gehöre zu den hinterletzten Inspirierten und habe mit „Die betrübte Strahlenkanone“ eine kleine Story beigesteuert. Weitere Geschichten sind z.B. von den Lesebühnenkollegen Jasper Nicolaisen und Markolf Hoffmann, von Dietmar Dath, Nadine Boos, Siegfried Langer und natürlich von der Herausgeberin Karla Schmidt.

Hinterland

Anlässlich der Veröffentlichung hat Karla auf ihrem Blog ein bisschen über die Un-Verkäuflichkeit von Storybänden gerätselt und dabei ein paar der Gedanken artikuliert, die einem als Buchhändler tagtäglich durch den Kopf rattern. Da merkt man nämlich, mit welch misstrauisch spitzen Fingern die Anthologien von den meisten Kunden angefasst werden, wenn überhaupt. Aber dann und wann kommt auch einer mit einem herzerwärmenden Stapel Bücher zur Kasse, von dessen dicken Buchrücken einem Titel zublinzeln wie „Best Horror of the Year“ oder „Best SF and Fantasy of the Year“ oder „The New Sword and Sorcery“ oder vielleicht auch „Ein Abend beim Chinesen“. Und dann lächelt man auch mal wieder.

Und genau so lächeln würde ich natürlich auch, wenn ihr mir irgendwann Anfang Oktober das Hinterland an die Kasse tragt. Und so ein ehrliches, glückliches Lächeln von mir ist gar kein so häufiger Anblick, das solltet ihr euch also nicht entgehen lassen.

Alternativ könnt ihr natürlich auch bei Amazon bestellen, da lächele ich dann bei mir Zuhause, wenn ich mir den Verkaufsrang ansehe. Und ins Buch reinhorchen könnt ihr auf der Hinterland-Homepage.

Story in „Der wahre Schatz“

In der von Michael Schmidt herausgegebenen Anthologie Der Wahre Schatz ist nun eine überarbeitete Fassung meiner Horrorgeschichte „Abfallprodukte“ erschienen. Ursprünglich gab es die Geschichte schon mal im Magazin phantastisch!, für die vorliegende Veröffentlichung habe ich noch mal heftig mit dem Rotstift (bzw. mit der Word-Korrekturfunktion) gefuhrwerkelt.

Zu kriegen ist das Buch leider nicht über alle Buchhandlungen, der Großhändler des Otherland hat es z.B. nicht. Bei Amazon erhält man das Buch ebenfalls.

WahreSchatz